Wörthsee: Unerlaubter Umgang mit asbesthaltigen Abfällen kommt Architekt teuer zu stehen

Ein 40-jähriger Architekt aus Wörthsee muss 1.250 Euro Geldstrafe zahlen, weil er auf einem Grundstück im Ortsteil Walchstadt im Oktober 2016 vorübergehend asbesthaltiges Abbruchmaterial einer Eternit-Fassade gelagert hatte.
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Wörthsee (ty) - „Unerlaubter Umgang mit Abfällen“ ist ein Straftatbestand, und der kann trotz der harmlosen Bezeichnung durchaus teuer werden.

Ein 40-jähriger Architekt aus Wörthsee muss 1.250 Euro Geldstrafe zahlen, weil er auf einem Grundstück im Ortsteil Walchstadt im Oktober 2016 vorübergehend asbesthaltiges Abbruchmaterial einer Eternit-Fassade gelagert hatte. Die Lagerung in einem offenen sogenannten „Bigpack“ neben der öffentlichen Straße war damals Baukontrolleuren aufgefallen, es kam zur Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft warf dem dafür verantwortlichen Architekten vor, er habe zudem einen Bauhelfer ohne Schutzkleidung mit dem gesundheitsgefährdenden Material hantieren lassen – ein Vorhalt, den der Angeklagte von sich wies: „Ich wusste gar nicht, dass da Asbest drin ist“, so der bislang völlig unbescholtene Wörthseer, der gegen den saftigen ursprünglichen Strafbefehl von 75 Tagessätzen zu je 100 Euro Einspruch eingelegt hatte. Sein Anwalt argumentierte, das gelagerte Abbruchmaterial sei „drei Meter von der Grundstücksgrenze entfernt“ gelagert gewesen und habe nur eine „sehr geringe Außengefährdung, ein Verschulden im untersten Bereich“ bedeutet: „Man musste schon aufs Grundstück drauf gehen, um gefährdet zu sein“, sagte der Verteidiger. Genau dies war aber laut dem im Prinzip geständigen Angeklagten passiert, als Leute sich „zur Verwendung für eigene Zwecke Teile des Abbruchhauses ausbauen konnten“. Die Staatsanwältin lehnte eine Einstellung des Verfahrens ab, woraufhin die Verteidigung den Einspruch auf das Strafmaß beschränkte und noch erwähnte, das gefährliche Material sei immerhin fachgerecht entsorgt worden: "Er durfte es ja gar nicht selber entfernen!“, so der Anwalt. Das Urteil lautete auf 50 Tagessätze zu je 25 Euro – damit war wenigstens die Höhe des einzelnen Tagessatzes deutlich gesenkt worden. mps

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