"Wir müssen den Hintern hochheben"

Workshops und eingehende Vorträge: zweitägige Veranstaltung für umweltfreundlichere Zukunft

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Um 5 nach 12 begrüßt der Geschäftsführer von „Fokus Zukunft“, Peter Friess, die zahlreichen Teilnehmer.

Starnberg – Um 5 nach 12 begann die Veranstaltung „Zukunft im Fokus“. Aber warum um 5 nach 12? Genau so spät ist es nämlich für das Klima! Es wird Zeit, dass sich alle dafür engagieren und einen Teil zur Verbesserung beitragen. Genau um dieses Thema intensiv an zu gehen hat das Unternehmen „Fokus Zukunft“ aus dem Starnberger Landkreis diese zweitägige Veranstaltung mit verschiedensten Rednern und Workshops ins Leben gerufen.

Am vergangenen Donnerstag und Freitag versammelten sich über 150 Menschen im Hotel Vier Jahreszeiten, um gemeinsam für die Zukunft einzustehen und ihre Unternehmen umweltfreundlicher zu gestalten. 

Peter Friess, der Geschäftsführer von „Zukunft Fokus“, lieferte zum Einstieg einige Beispiele warum es für das Klima schon „5 nach 12“ ist und man endlich anfangen muss zu handeln: Klimakatastrophen, Dürre und am Schlimmsten: Das größte globale Artensterben nach dem Aussterben der Dinosaurier. Mit der Erschreckenden Zahl von geschätzten 50 Millionen Umwelt- und Klimaflüchtlingen bis 2030 in Europa erreichte Friess wohl auch die letzten tauben Ohren. 

Neben dem Negativen zeigte er aber auch positive Beispiele, wie Greta Thunberg, die mit ihrem Schulstreik für das Klima eine weltweite Aktion angestoßen hat. „Ich frage mich, welchen Sinn es hat, in der Schule für eine Zukunft zu lernen, wenn es diese Zukunft wegen der Umweltschäden bald nicht mehr gibt.“ sagte einst die achtjährige Schwedin. 

Seine Begrüßung schließt der Geschäftsführer mit Albert Einsteins Worten: „Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“ und einer eindrücklichen Aufforderung: „Wir müssen den Hintern vom Sofa hochheben und anpacken. Das sind wir der jungen Generation schuldig.“ 

Aber so eine große Veranstaltung mit vielen Gästen ist natürlich nicht gerade Umweltfreundlich. Auch darum hat sich „Fokus Zukunft“ gekümmert: Die Projektleiterin Julia Mayer konnte den Teilnehmern glücklich davon berichten, dass die circa 14 Tonnen CO2-Emissionen der Veranstaltung einen guten Ausgleich in internationalen Klimaschutzprojekten gefunden haben. Die CO2-Emission eines durchschnittlichen Mitteleuropäers pro Jahr, 14 Tonnen, hat das Unternhemen in einem Klimaschutzprojekt in Ruanda, einem Aufforstungsprojekt in Uruguay und einem Wasserschutzprojekt in Brasilien ausgeglichen. 

Die Redner Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger und Prof. Dr. Raffelhüschen sind beides Koryphäen auf ihrem Gebiet und konnten mit spannenden Vorträgen wie „Keine Angst vor der Zukunft“ und „Zur Nachhlatigkeit der Alterssicherung“ die zahlreichen Zuhörer überzeugen und zum Nachdenken anregen.

Einer der Redner

Starnberg – Der Meinung des Genetikers Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger nach, müssen die Fähigkeiten der Jugendlichen individueller gefördert werden. In seinen Augen braucht es eine neue Generation, die mutig in die Zukunft geht und individuelle Stärken besitzt. Denn erst dann kann sich ein erfolgreiches Team aus verschiedenen Talenten bilden, die zusammen etwas bewirken können.

Von Lisa Livancic

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