Große Geburtstagsfeier auf Starnberger See

Es wurde gefeiert: 100 Jahre DLRG im Landkreis Starnberg und 60 Jahre DLRG Ortsverband Pöcking-Starnberg e.V.

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Festgesellschaft wartet auf die MS Starnberg

Starnberg - Dieses Jahr ist ein freudiges Jahr. Denn die Lebensretter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Landkreis Starnberg können gleich zwei Jubiläen feiern - 100 Jahre DLRG im Landkreis Starnberg und 60 Jahre DLRG Ortsverband Pöcking-Starnberg e.V..

Bereits 1919 sorgte die DLRG erstmals für eine Wasserrettung am Starnberger See. In den frühen 30er Jahren war sie mit Stützpunkten in Starnberg (Undosa, Percha Badegebiet), Berg, Maising und Possenhofen aktiv. In den Wirren bei Kriegsende 1945 wurde diese Ortsgruppe, wie alle anderen Organisationen auch, zunächst aufgelöst. Es dauerte fast 15 Jahre bis sich wieder Wasserretter zusammentaten und am 30.05.1959 die Ortsgruppe neu gründeten. Der Verein ändert 1978 seinen Namen in Ortsverband Pöcking-Starnberg, da sich der Haupteinsatzbereich überwiegend auf das „Paradies“ und den angrenzenden Gemeindebereich Pöcking sowie die nördliche Hälfte des Starnberger Sees mit den dortigen Liegenschaften der Stadt Starnberg und Gemeinde Pöcking konzentrierte.

Die DLRG Pöcking-Starnberg e.V. repräsentiert die weltweit größte Wasserrettungsorganisation im Landkreis Starnberg. Die rein ehrenamtlichen Einsatzkräfte stehen rund um die Uhr und an jedem Tag im Jahr für Notfälle bereit. Gemeinsam mit befreundeten Hilfsorganisationen stellt die DLRG die Wasserrettung, den Katastrophenschutz, sowie die zugehörige Einsatzleitung im Landkreis Starnberg sicher. Die Hilfsorganisation betreut mit dem „Paradies“ in Possenhofen bereits seit ihrem Bestehen das größte Bade- und Naherholungsgebiet am Starnberger See und sorgt damit an schönen Tagen für die Sicherheit mehrerer zehntausend Badegäste und Besucher.

100 Jahre DLRG im Landkreis Starnberg und 60 Jahre DLRG Ortsverband Pöcking-Starnberg e.V..

Eindrücke der großen Feier © DLRG Starnberg-Pöcking/ Fotografin Magdalena Menzinger
Eindrücke der großen Feier © DLRG Starnberg-P öcking/ Fotografin Magdalena Menzinger
Eindrücke der großen Feier © DLRG Starnberg-Pöcking/ Fotografin Magdalena Menzinger
Eindrücke der großen Feier © DLRG Starnberg-Pöcking/ Fotografin Magdalena Menzinger
Eindrücke der großen Feier © DLRG Starnberg-Pöcking/ Fotografin Magdalena Menzinger
Eindrücke der großen Feier © DLRG Starnberg-Pöcking Fotografin Magdalena Menzinger
Eindrücke der großen Feier © DLRG Starnberg-Pöcking Fotografin Magdalena Menzinger
Eindrücke der großen FeierFotografin Magdalena Menzinger © DLRG Starnberg-Pöcking
Eindrücke der großen Feier © DLRG Starnberg-Pöcking Fotografin Magdalena Menzinger
Eindrücke der großen Feier © DLRG Starnberg-Pöcking Fotografin Magdalena Menzinger
Eindrücke der großen Feier © DLRG Starnberg-Pöcking Fotografin Magdalena Menzinger
Eindrücke der großen Feier © DLRG Starnberg-Pöcking Fotografin Magdalena Menzinger
Eindrücke der großen Feier © DLRG Starnberg-Pöcking Fotografin Magdalena Menzinger
Eindrücke der großen Feier © DLRG Starnberg-Pöcking Fotografin Magdalena Menzinger
Eindrücke der großen Feier © DLRG Starnberg-Pöcking Fotografin Magdalena Menzinger
Eindrücke der großen Feier © DLRG Starnberg-Pöcking Fotografin Magdalena Menzinger

Auch Drohnen sind im Einsatz

Mit dem First Responder Dienst werden die Lebensretter, parallel zu Rettungswagen und Notarzt, zu jedem Notfall im Gemeindegebiet Pöcking alarmiert und können so lebensrettende Zeit für den Patienten gewinnen. Die DLRG-Rettungshundestaffel steht jederzeit zur Verfügung, um regional und auch überregional Vermisste zu suchen. Auch Einsatzdrohnen kommen bei der DLRG regelmäßig zum Einsatz und begeistern nicht nur technisch Interessierte.

Rund 400 mal pro Jahr werden die ehrenamtlichen Lebensretter von zu Hause oder ihrer Arbeitsstelle alarmiert, um Menschen in Not zu helfen. Die ehrenamtlichen Mitglieder des DLRG Ortsverbandes leisten jährlich mehr als 6.000 Wachstunden pro Wachsaison (Mai bis Oktober) an der DLRG-Rettungsstation. Darüber hinaus noch mehrere tausend Stunden bei Notfalleinsätzen, für Ausbildung und für die Pflege und Wartung des Materials, sowie für die Vereinsorganisation. 

Fest im Landkreis verankert - Jugendarbeit wird groß geschrieben

Die DLRGler sind fest in der Gesellschaft in Pöcking und dem Landkreis Starnberg verankert, setzen sich aktiv für den Umweltschutz ein und führen regelmäßig „Rama-Dama“ Aktionen durch. Sie sichern Veranstaltungen sanitätsdienstlich ab und bilden die Bevölkerung in Schwimmen, Rettungsschwimmen und Erste Hilfe aus.

Die Jugendarbeit wird bei der DLRG groß geschrieben. So sind die Retter sehr stolz auf ihre sehr aktive Jugendgruppe mit ihrem Jugend-Einsatz-Team (JET). Denn was gibt es für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren besseres als Spiel, Action und Spannung auf höchstem Niveau...und das in Verbindung mit sinnvoller Freizeitgestaltung und Sport? 

Der Spaß kommt bei der DLRG natürlich auch nicht zu kurz

Grillfeste, Radl-, Berg- und Segeltouren, oder beispielsweise gemeinsame Film-, Spiele- oder Kochabende – langweilig wird’s bei der DLRG nie. Und nach dem wöchentlichen Rettungsschwimmtraining (außer in den Ferien) im Pöckinger Hallenbad setzen sich die Lebensretter in gemütlicher Runde zusammen und besprechen alle anstehenden Dinge am Stammtisch in der Sportgaststätte in Pöcking. Und am 20. September 2019 hieß es nun: Lasst die Korken knallen!

Denn die Lebensretter vom Starnberger See feierten mit Partnern, Freunden und Unterstützern auf dem Starnberger See ihre Jubiläen. Knapp 180 Festgäste waren eingeladen, um auf der MS Starnberg am Freitag Abend eine schöne Zeit zu verbringen und die Leistungen vieler Generationen an Lebensrettern revue passieren zu lassen. Unter den Gästen waren neben vielen aktiven Mitgliedern und ihren Partnern auch Vertreter befreundeter Hilfsorganisationen, der Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr sowie Vertreter der Politik auf Landes-, Landkreis- und Kommunalebene. Neben einem Großteil des Pöckinger Gemeinderates konnten die Jubilare auch fast das gesamte Präsidium der DLRG-Bayern unter Führung des Präsidenten Ingo Flechsenhar, den Kuratoriumsvorsitzenden der DLRG Bayern (Martin Fleischer) sowie als Vertreter der Arbeitgeber unserer Ehrenamtlichen den Vorsitzenden des Vorstandes der Versicherungskammer Bayern (VKB), Herrn Dr. Frank Walthes, begrüßen.

Wünsche zum Geburtstag? "Grundlagen schaffen, um effektiv helfen zu können"

In ihren Grußworten stellten Walter Kohlenz (Vorsitzender der DLRG Pöcking-Starnberg), Karin Wölfl (Bereichsleiterin im Landratsamt Starnberg in Vertretung für den im Ausland befindlichen Landrat Roth), Pöckings Erster Bürgermeister Rainer Schnitzler, Starnbergs Erste Bürgermeisterin Eva John und Hans-Hermann Höltje (Vizepräsident des DLRG-Bundesverbandes) die Leistungen der DLRGler für die Gesellschaft und die Unabkömlichkeit der DLRG-Retter im Landkreis dar.

Auf die Frage, was sich die DLRG zum Geburtstag wünscht, antwortet der Vorsitzender Kohlenz: „Dass uns Politik und Bevölkerung die bestmöglichen Grundlagen schaffen, damit unsere Ehrenamtlichen jederzeit gut ausgerüstet ausrücken, effektiv helfen und dann wieder sicher zu ihren Lieben nach Hause kommen können. Aktuell bedeutet dies beispielsweise, dass das gemeinsame Rettungszentrum mit der Feuerwehr Pöcking - das "Haus der Retter" - baldmöglich realisiert werden sollte, um dem rettenden Ehrenamt in Pöcking die beste Grundlage für eine starke Zukunft zu geben.“

Alle Vertreter von Behörden und Politik haben ihre unbedingte Unterstützung der DLRG zugesagt und Pöckings Bürgermeister Schnitzler wurde noch konkreter: Es wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die die verschiedenen Möglichkeiten für die Pöckinger Retter (Feuerwehr und DLRG) beleuchten soll. Erste Ergebnisse liegen bereits vor und sollen in naher Zukunft mit Feuerwehr und DLRG besprochen werden. Dann werde man an eine Realisierung gehen. Dabei sei eines sicher: Es werde eine gute Lösung gefunden!

Diese Botschaft haben die ehrenamtlichen Lebensretter sehr freudig zur Kenntnis genommen und freuen sich, zusammen mit Politik und Bevölkerung das rettende Ehrenamt auch für die kommenden 100 Jahre erfolgreich weiterzuentwickeln.

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