Ein paar Prozente fehlten

WWK Volleys scheiden unglücklich im Viertelfinale aus - Zwei knappe 2:3 Niederlagen gegen Lüneburg

Volleyball Herrsching
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Nicht zum Hinschauen: Ferdinand Tille und die Herrschinger mussten sich im Viertelfinale der SVG Lüneburg beugen.
  • vonFlorian Ladurner
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Herrsching - Die K.O.-Runde in der Volleyball-Bundesliga war für die WWK Volleys Herrsching in dieser Saison schneller zu Ende als erhofft. Nach zwei hauchdünnen 2:3 Niederlagen gegen die SVG Lüneburg musste sich die Truppe von Trainer Max Hauser frühzeitig die Segel streichen. 

„Es haben leider ein paar Prozent gefehlt“, bilanzierte Hauser nachdem seine Mannschaft das gesteckte Ziel, ins Halbfinale vorzustoßen, verpasste. Letztlich waren einige Nuancen ausschlaggebend, dass die Herrschinger in eigener Halle mit 2:3 (21:25, 28:26, 22:25, 25:19, 13:15) und sie damit die Niederlage aus dem Hinspiel in Lüneburg, das ebenfalls 2:3 (21:25, 25:21, 21:25, 25:17, 16:14) endete, nicht egalisieren konnten, um ein drittes Spiel zu erzwingen. „Es war trotzdem unter dem Strich die beste Saison in unserer Vereinsgeschichte, auch wenn wir vorher für unser Saisonziel Halbfinale belächelt wurden“, zeigte sich Hauser mit etwas Abstand auf das Viertelfinal-Aus dennoch stolz auf den starken vierten Platz in der Hauptrunde.

Im zweiten Duell gegen Lüneburg zeigten sich beide Mannschaften weitgehend auf Augenhöhe. Der erste Durchgang ging an die Gäste (21:25). Herrsching glich im zweiten Satz (28:26) aus. Die SVG konterten im dritten Satz und legte erneut vor (22:25). Die WWK Volleys behielten danach aber die Nerven. Durch einen klaren 25:19 Erfolg erzwangen sie den entscheidenden fünften Satz. Im Tiebreak lagen die Hausherren schnell mit 0:3 hinten. Danach kämpften sie sich aber zurück. Beim 10:10 war wieder alles offen. Danach haderten die Herrschinger mit zwei strittigen Schiedsrichterentscheidungen. Letztlich verwandelte Lüneburg mit viel Glück den zweiten Matchball, so dass die Norddeutschen im Viertelfinal-Duell die Nase vorne hatten. Das Hinspiel drei Tage zuvor war auch nichts für schwache Nerven. Hauser schickte zu Beginn seine aktuell stärkste Formation ins Rennen. Die konnte aber auch nicht verhindern, dass der erste Satz mit 21:25 verloren ging. Die Problemzone der WWK Volleys war dabei die Annahme. Die wurde im zweiten Satz besser. Dort steigerten sich die Gäste in allen Bereichen, so dass sie mit 25:21 nach Sätzen gleichzogen. Im dritten Satz ging es von Beginn an hin und her. In der entscheidenden Phase verließ die Herrschinger allerdings immer mehr das Spielglück. Die Quittung war ein neuerliches 21:25. Im vierten Durchgang brachte Hauser neues Personal. Das gab den Gästen neuen Schwung, die promot mit 25:17 gleich zogen. Im Tiebreak sah es für Herrsching erst noch gut aus. Im Endspurt waren die Lüneburger aber einen Tick stärker. Die Folge war nach 124 Minuten ein 16:14 Sieg, mit dem die Norddeutschen den Grundstein zum Weiterkommen legten. Die SVG trifft jetzt im Halbfinale auf den VfB Friedrichshafen, der sich in seinem Viertelfinale in drei Duellen gegen die Bisons Bühl durchsetzten. Das zweite Halbfinale bestreiten Berlin und Düren.  

Roland Halmel

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