IHK veröffentlicht Azubi-Bericht 2020

Zahl der Azubis im Landkreis Starnberg rückläufig - Unternehmer Eickelschulte fordert Ausbau der digitalen Berufsorientierung

Handwerk
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Die Zahl junger Menschen, die im Landkreis Starnberg eine Ausbildung begonnen haben, war im Jahr 2020 geringer als 2019 (Symbolbild).

Landkreis - Im vergangenen Jahr haben 271 Auszubildende in Betrieben aus Industrie, Handel und Dienstleistungen im Landkreis Starnberg eine duale Berufsausbildung begonnen. Das entspricht einem Minus von 13,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilt die IHK für München und Oberbayern mit.

Vor allem die sinkende Anzahl von Schulabsolventen aus den allgemeinbildenden Schulen wirkte sich nachteilig auf den Bewerbermarkt aus. Nach Angaben des Kultusministeriums ging diese bayernweit im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent zurück. Besonders hohe Rückgänge waren bei Bewerbern zu verzeichnen, die alternativ ein Studium wählen können. Sie beliefen sich auf minus 15,5 Prozent bei Bewerbern mit allgemeiner Hochschulreife und auf minus acht Prozent bei Bewerbern mit Fachhochschulreife. 

„Viele Betriebe wollen ausbilden, weil sie auf die Zukunft setzen und dafür benötigen sie dringend Fachkräftenachwuchs. Leider hat die Pandemie nahezu alle Maßnahmen zur Berufsorientierung für Schüler zum Erliegen gebracht. Auch die wichtige Bewerbungsphase im Frühjahr hat darunter gelitten. Schnupperpraktika, Ausbildungsmessen und persönliche Bewerbungsgespräche konnten nicht stattfinden. Doch trotz aller Unsicherheiten, die die Krise bis heute verursacht, setzen unsere Unternehmen auf engagierte und top ausgebildete Fachkräfte. Sie denken nach vorn. Jeder Azubi ist für sie ein Gewinn“, sagt Martin Eickelschulte, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Starnberg. Angesichts des Lockdowns sei es laut Eickelschulte jetzt umso wichtiger, in der Berufsorientierung alle Register zu ziehen. „Wir müssen neue Wege gehen und digitaler werden.“

Kreisbote

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