Zehn Jahre Gilchinger Tafel

Die Freude war groß. Anlässlich zehn Jahre Gilchinger Tafel eröffnete Bürgermeister Manfred Walter am Montag, dass die Alte Villa saniert werden soll. „Sie steht nicht mehr zur Disposition“, versprach er.

Der Abriss der Alten Villa an der Pollinger Straße schwebte wie ein Damoklesschwert über dem Tafelteam. „Deshalb war auch der Schreck groß, als wir am Freitag mit dem Gemeinderat anmarschierten und das Haus besichtigten“, berichtete Walter. „Wir waren aber nicht wegen dem Abriss gekommen, sondern, weil wir uns von dem Zustand der Villa überzeugen wollten.“ Nun steht eine aufwändige Sanierung an, über die im Finanzausschuss beraten werden soll. Da im gleichen Gebäude auch die Streetworkerin und ihre betreuten Jugendlichen untergebracht sind, stehen die Chancen auf den Erhalt des Hauses gut. Gudrun Müller, Organisatorin der Gilchinger Tafel, dankte dem Rathauschef für die frohe Botschaft. „Ohne die Unterstützung durch die Gemeinde können wir nicht bestehen.“ Seit einem Jahrzehnt können sich bedürftige Gilchinger jeweils am Mittwoch Nachmittag mit Lebensmitteln, kleinen Extras und mit Kleidung eindecken. Für Müller eine Unterstützung, die notwendiger denn je ist. „Die meisten unserer Kunden sind sehr dankbar und zeigen das auch. Wir haben aber auch einige Kumpane, da verdrehen selbst wir die Augen. Die Arbeit macht aber grundsätzlich einen Mordsspaß.“ Rund 20 Mitarbeiter zählt das Tafel-Team, das wöchentlich überschüssige oder abgelaufene Lebensmittel bei den Discountern und Einzelhändlern abholt. Bis zu 50 Personen kommen regelmäßig am Mittwoch ab 14.30 Uhr, um für sich und die Familie die Sieben-Tage-Ration abzuholen. Außerdem werden Lebensmittel-Päcken für den Sozialdienst und das Mutter-Kind-Haus hergerichtet und geliefert. Anlässlich der kleinen Feier spendierte Walter außerdem 50 Euro für das kalte Buffett. „Ich möchte aus gegebenem Anlass betonen, dass diese Spende aus der Kasse stammt, die dem Bürgermeister für besondere Ausgaben zur Verfügung steht. Keiner unserer Vereine bekommt deswegen weniger Zuschuss.“ Im Vorfeld hatte es Ärger seitens anderer Organisationen gegeben, sie befürchteten, durch die Spende an die Tafel benachteiligt zu werden. „Aus diesem Grund hatten leider auch die Gründer der Gilchinger Tafel ihren Besuch abgesagt“, bedauerte Müller.

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