Büchervitrinen laden zum Lesen ein

"Zeilen zum Teilen" nun auch am Starnberger Kirchplatz und am Seebad

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Präsentieren stolz die neue Büchervitrine am Kirchplatz: Sarah Buckel, Eva John, Anja Moritz, Anja Morandell, Stephanie Moder, Karin Gaul und Lilian Kura

Starnberg - Wohin mit Büchern, die bereits gelesen wurden, für die die Kinder zu alt geworden sind oder die doch nicht den eigenen Geschmack getroffen haben? Fürs Wegwerfen sind sie viel zu schade und können noch anderen Lesern eine Freude bereiten. Eine Abgabemöglichkeit bieten die neuen Büchervitrinen, die die Stadt Starnberg  am Kirchplatz und am Starnberger Seebad aufgestellt hat.  Die Idee geht auf eine Gruppe engagierter Starnberger Bürger zurück.

Lilian Kura, Karin Gaul, Stephanie Moder, Anja Morandell, Anja Moritz, Cathrin Dierks, Alexander Vell und Matthias Reichert haben sich vernetzt und aus ausrangierten Kühlschränken Bücherschränke mit dem Motto „Zeilen zum Teilen“ entworfen. Diese sind in Starnberg an der Seestub’n in Percha und außerdem in Possenhofen am Steg 1 zu finden (wir berichteten). "Wir haben unsere Idee Frau Buckel vorgeschlagen und sie war sofort Feuer und Flamme für das Projekt", erklärte Kura. In diesen Regalen können Bürger ihre Bücher einstellen. Diese werden dann von anderen Interessenten wieder entnommen und finden dadurch neue Besitzer. Selbstverständlich darf sich auch jeder zum Eigenbedarf selbst bedienen – egal, ob er Bücher gebracht hat oder nicht.

Schreiner des städtischen Betriebshofes machten sich an die Arbeit

Gemeinsam wurde an einem Konzept für weitere Bücherschränke in Starnberg gefeilt. „Wir waren gleich begeistert von dem kreativen Einfall. Schön zu sehen, was eine engagierte Bürgergruppe für die Allgemeinheit geschaffen hat. Ich bin mir sicher, dass die Intention der Gruppe aufgeht und sich die Bücherschränke zur beliebten Anlaufstelle für Lesebegeisterte entwickeln“, so Erste Bürgermeisterin Eva John. Sie sollte Recht behalten – die „Bücher-Kühlis“ sind bereits der Renner und haben sogar eine eigene Facebook-Gruppe („Starnberger Bücherschrank“). Dort wird zum Beispiel immer wieder aktuell gepostet, ob an einem der Standorte Nachfüllbedarf herrscht. Gefertigt wurden die neuen Büchervitrinen von den Schreinern des städtischen Betriebshofes. 

Ein Auge darauf haben

Die erste Füllung wurde von den Initiatorinnen übernommen und stammt vorrangig aus einer Gebrauchtbuchspende des Vereins FortSchritt e.V. In den Vitrinen ist eine abwechslungsreiche Mischung zu finden – vom Krimi bis zum Liebesroman, vom Kochbuch bis zum Gedichtband. „Für jeden Geschmack ist ein passendes Buch dabei, auch an die Kleinsten wurde mit einer Auswahl an Kinderbüchern gedacht“, so John. Regelmäßig schaut eine der Initiatorinnen vorbei, um zwischendurch mal zu sortieren und allzu „olle Kamellen“ herauszunehmen. Eine Bitte haben die Initiatorinnen: "Es wäre schön, wenn jeder Bürger ein wenig auf diese schönen Bücherschränke achten würde. Mit ein paar Handgriffen sind die Schränke wieder sauber oder die Bücher auch wieder sortiert. natürlich schauen wir auch selbst immer wieder drauf und misten aus, wenn es notwendig ist", so Kura. 

Eventuell wird noch ein weiterer "Kühli" in Söcking aufgestellt, da ist man aber noch im Gespräch. 

Von Alma Jazbec

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