Zeugnis der Vergangenheit

Als erste Partei hat die Starnberger SPD, vertreten durch SPD-Ortschefin Christiane Falk (l.) und Stadtrat Holger Knigge (2.v.r.) ihr Partei-Archiv der Stadt. Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger und Archivar Matthias Röth freuten sich. Foto: Jaksch

Über einen ganz besonderes Geschenk aus dem Kohlenkeller von SPD-Stadtrat Holger Knigge konnte sich jüngst das Starnberger Stadtarchiv freuen: Die Chronik der Starnberger SPD, die im nächsten Jahr ihr 120-jähriges Bestehen feiert und damit zwei Jahrzehnte älter ist als die Erhebung von Starnberg zur Stadt.

Von der Gründung im Jahre 1892 bis 1992 geben rund 30 Aktenordner - darunter alte Protokollbücher sowie Parteizeitungen und ein dickes Bündel Plakate - Zeugnis über die vergangenen Jahrzehnte. Damit auch die Öffentlichkeit Einblick in das Auf und Ab der Starnberger Genossen und die kommunalpolitischen Themen erhält, hatte der SPD-Vorstand beschlossen, das gesamte Archiv der Stadt zu übergeben. Peu à peu werden die beiden Archivare Wolfgang Pusch und Matthias Röth sie nun so aufbereiten, damit sie für wissenschaftliche Forschungszwecke genutzt werden können. Gelagert wird das Starnberger SPD-Parteiarchiv im Söckinger Atombunker. Dort herrschen ideale klimatische Bedingungen. „Es war uns wichtig, das Archiv zukunftssicher zu verwahren“, erklärte SPD-Ortsvorsitzende Christiane Falk. „Ich hoffe nicht, dass Holger Knigge fürchtet, sein Kohlenkeller versinkt, wenn der B2-Tunnel unter seinem Haus gebaut wird“, meinte Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger mit einem Augenzwinkern und bedankte sich sehr für „das Geschenk der 120-jährigen SPD an die 100-jährige Stadt“. 30 Jahre lang hatte die Geschichte der SPD Starnberg in Knigges Kohlenkeller gelagert. „Akten gehen - der Glaube bleibt“, erklärte Holger Knigge. Erstaunt habe ihn vor allem, dass sich während der ganzen Zeit die Ideale der SPD nie geändert hätten: „Die Genossen haben damals genauso gedacht wie wir heute. Das ist eine tolle Tradition“, so Knigge. Immer seien schon Themen wie Friedenspolitik, Bürgerrechte oder Versorgung der Armen sowie Chancengleichheit oder Bildung für alle im Fokus der SPD gestanden - und auch damals bereits die Verkehrslage in Starnberg.

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