Zonta Club

Zu Gunsten "Frauen helfen Frauen"

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Feldafing – Sie arbeiten in vergleichbaren Positionen und leisten im Beruf mindestens so viel wie die Kollegen - trotzdem verdienen Frauen im Schnitt immer noch 22 Prozent weniger als Männer.

Das Ergebnis der jüngst veröffentlichten Studie des Statistischen Bundesamtes ist keine Überraschung - aber einer der Gründe, warum sich immer wieder Frauen dieser Welt zusammenschließen, um der Diskriminierung der Frau die Stirn zu bieten. Auch die international tätige Organisation ZONTA hat sich dem „schwachen“ Geschlecht verschrieben und genießt in der UNO einen konsultativen Status. Vor bald 17 Jahren schlossen sich 30 Ärztinnen, Künstlerinnen und Geschäftsfrauen in Feldafing zusammen und gründeten für den Landkreis Starnberg den ZONTA Club Fünf-Seen-Land. Seither treten die rund 40 berufstätigen und engagierten Mitglieder aktiv für die Rechte des „schwachen“ Geschlechts in wirtschaftlicher, politischer und auch gesellschaftlicher Hinsicht ein. Mit Projekten wie EDUTANEMENT konfrontiert die Nicht Regierungsabhängige Organisation (NGO) die Öffentlichkeit mit bestürzenden Bildern der Rechtlosen und Unterdrückten und stoßen mit Hilfsprojekten vor, in denen Hebammen und Ärzte für eine bessere medizinische Versorgung ausgebildet werden. Auch unterstützt die NGO mit Stipendien Frauen auf der ganzen Welt. Die Auszeichnung „Young Women in Public Affairs Award“ wiederum soll hierzulande das Selbstbewusstsein von Schülerinnen stärken und sie animieren, auch in Zukunft für ihre Werte einzustehen - und seit nunmehr sieben Jahren kommen bei den jährlich stattfindenden „Frühlingstagen in Feldafing“ eine bis zu fünfstellige Summe zusammen, die an regional tätige Hilfsorganisationen gehen. „Hier finden die Besucher Dinge, die sie nicht überall kriegen“, freute sich am Samstag Carmen Zillmer, die bis 2016 den Vorsitz des Starnberger Clubs innehält. Rund 500 Interessierte kamen auch heuer im Golfhotel Kaiserin Elisabeth wieder voll auf ihre Kosten: Annähernd 30 Aussteller aus ganz Deutschland, Österreich und Italien präsentierten zwei Tage lang hochwertigste Ware. Designer-Stücke aus Kaschmir, maßgeschneiderte Hemden, Silberwaren, Seidentücher oder handgefertigte Ketten, Goldschmuck, Taschen - alles was das Herz begehrt. Ein Teil der Einnahmen und die Standgebühr gehen wieder direkt und ohne Abzug an „Frauen helfen Frauen“ und ein Projekt der Lebenshilfe für Mütter mit einem behinderten Kind. Die Gelder ermöglichen den Alleinerziehenden einen Urlaub, in dem sie ihre Sorgen für ein paar Tage hinter sich lassen können. „Mit sozialem Engagement, gegenseitiger Unterstützung und dem Austausch beruflicher Erfahrung Solidarität unter Frauen zu stärken und gezielt Frauen in benachteiligten Situationen unterstützen sowie das Fördern begabter jungen Wissenschaftlerinnen.“ Das sind Ziele von ZONTA. „Allerdings sind wir kein berufliches Netzwerk“, betont Zillmer. Sie seien eine Stütze und Unterstützer für alle Frauen dieser Welt - und machen diese für alle Bewohnerinnen in kleinen Schritten zu einer besseren. mk

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