Bayerisches Kabinett beschließt kleine Erleichterungen für Sportvereine 

Zuschauerobergrenze beim Fußball bleibt, 100 Stehplätze erlaubt

Tribüne
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Die Tribünen auf den Fußballplätze brauchen jetzt nicht mehr leer zu bleiben.

Landkreis - Die Hoffnung der bayerischen Sportvereine auf eine deutliche Erleichterung bei der Zuschauer-Frage erfüllte sich nicht. Die Kabinett in München beschloss, dass weiterhin bei Sport- und Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel wie bisher höchstens 500 Zuschauer zulässig sind. Die bisher nicht erlaubten Stehplätze können jetzt aber in begrenzten Umfang belegt werden. Maximal 100 dürfen mit Mindestabstand vergeben werden, die übrigen nur als feste Sitzplätze. 

Diese Regelung gilt ab Mittwoch (23.Juni). Bis zum Saisonstart im Juli werden aber weitere Erleichterungen erwartet. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) ist von dem aktuellen Beschluss nur bedingt angetan. „Es bleibt weiter mühsam und nicht wirklich nachvollziehbar. Wir haben in den vergangenen Wochen seit Inkrafttreten des Stehplatz-Verbotes wiederholt Gespräche mit Ministerpräsident Markus Söder, dem für den Sport zuständigen Innenminister Joachim Herrmann sowie Gesundheitsminister Klaus Holetschek geführt und dabei klar zum Ausdruck gebracht, dass die Verordnung an der Realität vorbeigeht“, erklärte BFV-Präsident Rainer Koch. „Die meisten Amateur-Fußballplätze bei uns in Bayern haben gar keine Sitzplatz-Tribünen, so dass hier Zuschauer und Zuschauerinnen praktisch ausgeschlossen waren. Das kann nicht im Sinne unserer Vereine sein, zumal die Sportplätze weitläufig und damit groß genug sind. Die jetzt erfolgte Korrektur ist natürlich zu begrüßen, es ist aber allenfalls eine Etappe, von der Zielgeraden sind wir weiterhin weit entfernt“, ergänzte Koch. Der BFV fordert auch weiterhin eine Gleichbehandlung mit Veranstaltungen in Hallen: Während die Verordnung nach wie vor in Gebäuden 1000 Besucher auf Stehplätzen erlaubt, bleibt es draußen, wo das Infektionsrisiko nachgewiesen äußerst gering ist, bei einer Begrenzung auf 500. „Dieser Umstand ist schlicht nicht nachvollziehbar und lässt sich auch nicht erklären“, ärgerte sich Koch. „Mit der jetzt geltenden Steh- und Sitzplatz-Regel ist den meisten Vereinen, die sich aktuell auf die neue Saison vorbereiten und vorwiegend Testspiele bestreiten, zunächst geholfen. Das darf aber kein Dauerzustand bleiben. Wir werden hier hartnäckig bleiben und auch weiter Gespräche führen, die zu Ergebnissen führen, die den Gegebenheiten auf unseren Amateur-Fußballplätzen gerecht werden“, versprach der BFV-Präsident in der Sache nicht locker zu lassen. 

Roland Halmel

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