Zuschüsse bleiben stabil

Trotz angespannter Haushaltslage bleiben die Zuschüsse an die Herrschinger Vereine auch 2011 „stabil“. Das teilte Bürgermeister Christian Schiller jüngst bei einem Pressegespräch mit. Allerdings müssen die Vereine und Organisationen, die gemeindeeigenen Gebäude nutzen, ab dem kommenden Jahr fünf Prozent der Betriebskosten übernehmen. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung vor Sommerpause so beschlossen.

Um auch in Zukunft finanziell handlungsfähig zu bleiben, hat die Kommune bereits die Grundsteuer erhöht, die Gebühren angepasst und die Ausgaben gekürzt. Dass sich die Vereine mit einem geringen Betrag an den Kosten der Liegenschaften beteiligt, die von ihnen genützt werden, befand der Gemeinderat als dringend geboten. Die Gemeinde müsse gar so handeln, so Schiller, da die Rechtsaufsicht im Landratsamt dies mit Nachdruck empfehle, damit Herrsching seinen Haushalt konsolidiere. In einem entsprechenden Schreiben samt Mustervertrag werden die Herrschinger Vereine in diesen Wochen über diese Neuregelung informiert. Rund 100.000 Euro gibt Herrsching in diesem Jahr an Zuschüssen an die Vereine weiter. Der Gemeinderat hat im Oktober vergangenen Jahres beschlossen, jeder ortsansässige Verein erhält 250,- Euro als Sockelbetrag und für jedes jugendliche Mitglied 30 Euro extra. Durch die Einführung der einheitlichen Formel können die Vereine und auch die Gemeinde mehr Sicherheit für die Haushaltsplanung gewinnen. „Den Vereinen muss man eine stabile Basis bieten und dazu gehört auch eine verlässliche und transparente finanzielle Unterstützung“, sagte Schiller. Die einheitliche Bezuschussung habe zudem positive Auswirkungen, da alle Vereine gleichbehandelt würden, die Förderung der Jugendarbeit anerkannt sowie das soziale Engagement gestärkt werde. In den Herrschinger Vereinen sind rund 7.000 Erwachsene und nahezu 2.000 Jugendliche. Die Vereine, die bis heute Ihre Zuschüsse für 2010 noch nicht bei der Gemeinde abgerufen haben, können dies noch bis November. Die Rückmeldungen der bezuschussten Vereine ist sehr positiv, gerade weil jetzt nachvollziehbar ist wer wie viel Zuschuss bekommt und vor allem warum. Es wird auch die Gleichbehandlung der Vereine sehr gelobt, heißt es aus dem Rathaus dazu. Trotz der sehr angespannten Haushaltslage soll der Haushaltsansatz für 2011 wieder auf 100.000 Euro festgesetzt werden. „Nur so kann die notwendige finanzielle Unterstützung der Vereine auch langfristig beibehalten werden“, so Schiller. Bis 15. November 2010 können alle Herrschinger Vereine den Zuschussantrag für 2011 neu stellen. Das Antragsformular finden die Vereinsvorstände unter www.herrsching.de oder können es in der Gemeindeverwaltung abholen.

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