Zwei Konsumeinheiten Amphetamin gefunden

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Inning – Zwei Konsumeinheiten Amphetamin hatte die Polizei im Frühjahr in der Wohnung einer damals 20-jährigen Auszubildenden sicher gestellt.

Die strafrechtliche Folge war jetzt eine Anklage am Starnberger Amtsgericht gegen die junge Frau wegen eines Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz. Doch eine Ahndung im üblichen Sinne war gar nicht mehr erforderlich, weil die Inningerin sich inzwischen selber auf den Weg der Besserung gemacht und eine mindestens sechsmonatige stationäre Drogenentzugstherapie angetreten hatte: „Ich habe damals Amphetamine konsumiert und auch gekifft,“ räumte die heute 21-Jährige unumwunden ein, „aber ich wusste, das das nicht so weiter gehen konnte.“ Ihre Therapiebetreuerin berichtete, dass der jungen Frau mittlerweile auch psychologisch geholfen werde und sich diese auf einem guten, wenngleich beschwerlichen Weg befinde. „Ich habe keinen Suchtdruck, sondern eher mit meiner Depression zu kämpfen“, sagte die Innimngerin auf Nachfragen des Richters Ralf Jehle. 

In Richtung Drogenkonsum hatte sich die aus unsteten Familienverhältnissen kommende Ausbildungsabbrecherin eigenen Angaben nach in Folge einer erlittenen Vergewaltigung. Staatsanwalt, Jugend- gerichtshilfe und auch das Gericht waren sich recht schnell darin einig, dass die Auflage, die begonnene Therapie fortzusetzen, die einzig sinnvolle für die junge Frau sein würde – so rasch, dass Richter Jehle vor dem Urteil vergaß, den im Prozess nicht mehr benötigten Polizeibeamten als Zeugen zu entlassen. Die Inningerin sprach davon, nach erfolgreichem Drogenentzug und psychischer Stabilisierung ihre Lehre zu Ende führen zu wollen: „Oder ich mache noch Abitur“, so die 21-Jährige. Mit dem formlosen Einziehen der beschlagnahmten Amphetamine erklärte sie sich konsequenter Weise einverstanden. Sie dürfte inzwischen tatsächlich auf einem guten Weg sein. mps

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