Entwurfsplanung vorgestellt

17 Millionen Euro für Peißenberger Hochwasserschutz

Übersichtslageplan Hochwasserschutz Peißenberg
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Die Karte gibt einen Überblick über die Hochwasserschutzmaßnahmen für den Bereich „Peißenberg-Nord“.

Peißenberg – Die Planungen für Peißenbergs innerörtlichen Hochwasserschutz kommen langsam, aber immerhin stetig voran. Im Rahmen einer Sondersitzung des Marktrats wurde die Entwurfsplanung für den Bereich „Peißenberg-Nord“ vorgestellt. Die wesentlichen Fakten: Für diverse Gewässerausbauten, eine Bypassverrohrung und ein Hochwasserrückhaltebecken werden vermutlich knapp 17 Millionen Euro fällig. Baustart wird frühestens 2022 sein.

Für den Hochwasserschutz „Peißenberg-Süd“ liegt die Marktgemeinde hingegen besser im Zeitplan. Für das Hochwasserrückhaltebecken am Stadelbach südwestlich des Recyclinghofs und Gewässerausbauten am Stadelbach in der Unterbau-, Schacht- und Bergwerkstraße ist bereits das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Für das Rückhaltebecken, das ein Auffangvolumen von 44 000 Kubikmeter haben wird, wurde vom Stuttgarter Ingenieurbüro Winkler und Partner bereits mit der Ausführungsplanung begonnen.

Mit einem Baubeginn, so hieß es in der Sondersitzung, sei Mitte 2021 zu rechnen. Für den Hochwasserschutz „Peißenberg-Süd“ sind laut Kostenberechnung rund drei Millionen Euro veranschlagt. 65 Prozent davon sollen über staatliche Zuschüsse finanziert werden.

Bachumleitungen und Bypässe

Deutlich teurer werden die Schutzmaßnahmen für Peißenbergs nördlichen Ortsteil. Dort wurden 2016 vor allem die Anlieger entlang der Bachstraße von schweren Überflutungen getroffen. In einem ersten Bauabschnitt sollen örtliche Hochwasserschutzmaßnahmen am Sulzer Bach und am Michelsbach (Neugestaltung der Einmündung des Buchaugrabens und Verlegung des Brückenstegs) erfolgen. Dazu kommen Gewässerausbauten zwischen Rigi-Center und Forster Straße, unter anderem mit Bach-

umleitung am ehemaligen Gärtnereigelände „Hutterer“, und eine Bypassverrohrung über die Iblherstraße respektive Schellhammergasse. Auch soll der Brückeneinlauf an der Überfahrung der Forster Straße mit einer Stahlblechverbauung entschärft werden.

Die gute Nachricht für die Anlieger an der Bachstraße: Trotz der massiven Aufweitung des Wörthersbach-Fließquerschnitts mit senkrechten Blocksteinmauern können die Parkbuchten erhalten bleiben.

Nachgebessert werden muss laut der Entwurfsplanung auch nochmal am Rigi-Center. Dort wurden die Parkplatzflächen erst vor kurzem komplett neu gestaltet und die Uferabrisse durch teure Stahlgeländer gesichert. Doch zum Teil müssen die Uferwände mit Stahlbeton um bis zu 60 Zentimeter erhöht werden.

Noch ein langer Weg bis zum Baubeginn

Auf Grundlage der Entwurfsplanung wird das Ingenieurbüro Winkler und Partner nun die Genehmigungsplanung erstellen. Die soll dann im Mai 2021 mit einem ersten Teil für die Bypassverrohrung im Bereich „Iblherstraße/Schellhammergasse“ eingereicht werden. Beim anschließenden Planfeststellungsverfahren ist mit einer Mindestdauer von einem Jahr zu rechnen. „Schneller kommt man da nicht hin“, konstatierte Projektleiter Michael Postenrieder im Rahmen der Sondersitzung. Vor 2022 werden die Bauarbeiten für den Bereich „Peißenberg-Nord“ also nicht beginnen können.

Noch später dran ist man jedoch mit dem zweiten Bauabschnitt, der den Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens am Fendter Bach und eine Überleitungsrinne vom Buchaugraben Richtung Fendter Bach vorsieht. Der Abschnitt sei zunächst „zurückgestellt“ worden, erklärte Projektleiter Postenrieder. Die Entwurfsplanung dazu soll aber bis spätestens November 2021 im Marktrat präsentiert werden.

Von Bernhard Jepsen

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