Jung, flexibel, einfallsreich, so zeigt sich der Kreisjugendring Weilheim-Schongau

75 Jahre Kreisjugendring Weilheim-Schongau

Kinder im Schnee
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Winterfreizeit 2016

Wir waren auch mal Jung! Das ist vielleicht der Satz der einem beim Blick in die Archive des Kreisjugendrings mit alten Fotos in den Sinn kommt, wenn man sieht wie Junge Menschen gemeinsam was erlebten. 

Grußwort des Vorstandes zum 75-jährigen Jubiläum

Seien es die Fotos der internationalen Jugendbegegnungen und Jugendfahrten, der Zeltlager oder des Zirkus. Viel Unterschied zwischen den Jungen Menschen damals und heute ist dabei nicht wirklich zu erkennen, vielmehr stechen doch die Gemeinsamkeiten ins Auge und auch einige der modischen Highlights sind durchaus auch heute wieder anzutreffen. Dabei drängt sich uns auch die Frage auf, welcher Mensch wären wir, wen wir keine Jugend gehabt hätten? Dieser Blick zurück zeigt uns auch ganz deutlich, ja wir hatten eine Jugend und das war auch gut so!

Am 14. Mai 1946 wurde der Kreisjugendring „geboren“. Genauer gesagt der Kreisjugendausschuss von der US-Besatzungsmacht genehmigt. Und doch ist der Kreisjugendring heute mit 75 Jahren immer noch jung geblieben was wir der stetigen „Frischzellenkur“ aus jungen und engagierten Ehrenamtlichen und auch Mitarbeitenden verdanken.

Heute ist der Kreisjugendring dabei zumindest optisch wohl frischer geblieben als man das nach 75 Jahren erwarten würde. Wäre er ein Mensch, so wäre er bereits im Ruhestand. Doch der KJR blickt nach vorne, sucht ständig neue Wege und Möglichkeiten Kinder und Jugendliche auf Ihrem Weg des Erwachsenwerdens zu begleiten und sie zu unterstützen. Stellt Wissen und Know-How zur Verfügung durch Beratung oder Fortbildungsangebote wie der Juleica-Akademie für die zahlreichen in der Jugendarbeit Engagierten im ganzen Landkreis. 

Zusammen mit dem Landkreis unterstützt er die Vereine und Verbände auch finanziell bei ihrer wichtigen Aufgabe den Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl in unserer Gesellschaft für Junge Menschen erlebbar zu machen und sie durch vielfältige Angebote in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Neben der verbandlichen Jugendarbeit kennen den KJR viele aber auch durch seine zahlreichen Ferienangebote. Früher waren dies zahlreiche Tagesausflüge und internationale Jugendfahren, heute ist das Ammerzeltlager wohl das bekannteste und mit rd. 180 Teilnehmern jährlich das größte „eigene“ Ferienangebot des Jugendrings.

Auch über ein weiteres Jubiläum dürfen wir uns dieses Jahr freuen. Der Ammerzeltplatz in Peißenberg wird am 4. Oktober 2021 30 Jahre alt. Seit dessen Einweihung 1991 bietet der Zeltplatz Raum für Begegnung, Austausch oder einfach für „a schnee Zeit zamma“.

Und so ist dieses Jubiläum zum einen ein Grund zum Feiern, zum anderen aber auch ein Ansporn für die Zukunft, weiter für unsere Jugend zu arbeiten und zu kämpfen.

Daher feiert mit uns und folgt uns auf unseren Social-Media-Kanälen #Instagramm #Youtube #facebook wo wir im Laufe diesen Jahres zahlreiches tolle Inhalte zusammengetragen haben. So freuen wir uns auf historisches Bildmaterial und lustige Fakts aus 75 Jahren Jugendarbeit. Auf spannende Beiträge aus Politik und Gesellschaft, ein historisches Quiz bei dem alle Generationen zusammenarbeiten müssen und Expertenbeiträgen unseres KJR-History-Teams.

Der Vorstand und die Geschäftsstelle des KJR Weilheim-Schongau

Der Kreisjugendring früher: Geschäftsführer Ernst Kößler...

Was ist der KJR?

Der Kreisjugendring ist etwas ganz besonderes. Die Besonderheit rührt aber nicht daher, dass es nur einen Kreisjugendring gibt. Ganz im Gegenteil: Allein in Bayern gibt es 71 Kreisjugendringe. Das außergewöhnliche an einem Jugendring ist, dass dieser so vielfältig ist, wie seine Jugendorganisationen. Hier in Weilheim-Schongau sind insgesamt 29 Jugendverbände mit über 268 Jugendgruppen. In den KJR-Vollversammlungen legen 55 Delegierten die Grundsätze der Arbeit des Kreisjugendring-Weilheim-Schongau fest.

Das Ziel des Kreisjugendrings ist es, sich durch Jugendarbeit und Jugendpolitik für die Belange junger Menschen im Landkreis einzusetzen. Wie macht der KJR das?

Der KJR unterstützt die Jugendverbände durch Fortbildungen, Beratung und Zuschüsse des Landkreises.


Der KJR gestaltet Angebote mit und für junge Menschen im Landkreis. Von Projekten rund um die Wahl bis zu Freizeitangeboten wie das Ammerzeltlager.


Der KJR beteiligt sich auf verschiedenen Ebenen, um die Interessen von jungen Menschen und der Jugendorganisationen zu vertreten. Das passiert z. B. im Jugendhilfeausschuss, oder durch Öffentlichkeitsarbeit.

Der Kreisjugendring ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts - Teil des Bayerischen Jugendrings, welches wiederum das Landesjugendamt der Jugendarbeit darstellt. Der Kreisjugendring wirkt per Gesetz in der Jugendhilfeplanung des Landkreises mit - das macht ihm zu einem nicht auflösbaren Bestandteil der Jugendarbeit des Landkreises und stärkt damit die Position von jungen Menschen.

Jugendarbeit - das ist für uns die Gesamtheit aller Angebote im Landkreis, welche die Interessen und Bedürfnisse von jungen Menschen in den Mittelpunkt stellt. Dabei ist es ganz egal wie die Angebote aussehen, solange diese von jungen Menschen selbstbestimmt und demokratisch gestaltet werden.

...und der Kreisjugendring heute: Geschäftsführer Herbert Haseitl

Grußwort der Landrätin

jung, flexibel, einfallsreich, so zeigt sich der Kreisjugendring Weilheim-Schongau anlässlich seines 75. Geburtstages. Der KJR engagiert sich seit Jahrzehnten in der Jugendarbeit und ist für alle jungen Menschen in unserem Landkreis zuständig.

Unsere Jugend ist unsere Zukunft. Junge Menschen brauchen in ihrer Entwicklung auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben in einer immer komplexer werdenden Welt Begleitung und Unterstützung. Ihre Fähigkeiten müssen sich entfalten, sie brauchen Erfahrungen mit sich selbst und in der Gemeinschaft und sie müssen lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Und genau hier am Schnittpunkt zwischen staatlicher Verwaltung und bürgerschaftlicher Selbstverwaltung leistet der Kreisjugendring einen äußerst wertvollen Beitrag.

Mögen die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Vereinen und Verbänden weiterhin so viel Freude an ihrer wertvollen Arbeit haben, ebenso wie das hauptamtliche Personal des Kreisjugendringes.

Die Jugendarbeit des Kreisjugendrings im Landkreis Weilheim-Schongau trägt positiv zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen bei und hilft, Werte zu vermitteln.

Ich bedanke mich sehr herzlich für die geleistete Jugendarbeit in den vergangenen 75 Jahren zum Wohle der Jugend und wünsche dem Kreisjugendring für das Jubiläumsjahr und für die Zukunft alles Gute.

Ihre Andrea Jochner-Weiß (Landrätin)

Kinderfreizeit 1978 am Tesselberg

KJR-History

1946 – 1972 (aufgr. Gebietsreform)

Charakteristisch für die ersten 25 Jahre des Kreisjugendrings war, dass es hier noch den Kreisjugendring Schongau und den Kreisjugendring Weilheim separat gab .Zu dieser Zeit wurde die erste Satzung geschrieben und bereits Unfall- und Haftpflichtversicherung für angegliederte Jugendliche abgeschlossen .Es fanden regelmäßig viele und größere Sportveranstaltungen statt und sogar eine Bestandserhebung wurde erstmalig erfasst .Im Landkreis waren (viele) Jugendgruppen ehrenamtlich sehr aktiv .Highlights waren stets das „Quiz für junge Staatsbürger“. Hier fanden auch schon die ersten Studien- und Begegnungsfahrten ins Ausland statt.

1972 – 1996

Der Prozeß des Zusammenwachsens beginnt (Kreisjugendring Weilheim – Schongau) – Die Gebietsreform muss bewältigt werden .Arbeitskreise rundum die Gründung von Jugendzentren haben sich gegründet. Sie waren sehr erfolgreich und von kurz über lang gab es in Peiting, Penzberg, Peißenberg, Weilheim und Schongau dann die entsprechenden Einrichtungen. Selbst auch die internationalen Kontakte waren auf dem Höhepunkt, da regelmäßige Auslandsfahrten durchgeführt und Freundschaften gegründet wurden. Eine neue Ära beginnt: Professionalisierung der Jugendarbeit wird stetig durch mehr hauptamtliches Personal eingeläutet. In den Sommerferien 1979 gab es erstmalig ein „Ferienprogramm für Daheimgebliebene“. Auch verschiedene Jugendübernachtungshäuser wurden betrieben wie z.B.: Auerbergheim, Kreisjugendheim Uffing sowie Ammerhaus und Zeltplatz Peißenberg. Regen Zulauf fanden auch die jährlich stattfindenden „Circusfahrten, Circusseminare und Circusfestivals“.

1996 – heute 

1996 – hier konnten wir bereits unser 50-jähriges Bestehen feiern. In diesem Zeitraum haben folgende Veranstaltungen: Reiterferien, Kinderzirkus, Oberlandausstellungen, Zeltlager und sportliche Aktionen die Arbeit des Kreisjugendrings geprägt. Aufgrund rechtlicher Vorgaben wurde ein immer größer werdendes Augenmerk auf die Fortbildung von Jugendleitern gelegt, daher fanden regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen statt. Die Antragsbearbeitung und Abwicklung der Juleica-Card wurde dem Kreisjugendring übertragen. Ein neuer Delegationsvertrag konnte mit dem Landratsamt ausgehandelt werden. Das Ammerhaus wurde grundlegend saniert und renoviert; hierzu gab es eine große Eröffnungsfeier. Eine deutliche Aufwertung des Zeltplatzes durch die Anschaffung eines neuen Aufenthaltszeltes die Mittelgeber dafür waren die Sparkassenstiftung Weilheim und die Unterstützung des Landratsamtes. Auch der KJR musste tief in die Tasche greifen und neue Schlafzelte für den Zeltplatz anschaffen, da die alten Zelte in einem desolaten Zustand waren. Bei einigen Spielefesten konnte unser sehr reichhaltiges Verleihangebot der Öffentlichkeit gezeigt werden und fand regen Zuspruch bei jung & alt. Schwerpunkt war auch die Vernetzung der Jugendarbeit und eine eigene Homepage für den KJR.  2005-Die Oberlandausstellung in Weilheim mit der Halle der „Jugendarbeit“ wurde zum festen Bestandteil in Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedsverbänden. Seit 2018 gestaltet der KJR die U18. Vor neuen Aufgaben hinsichtlich der Pandemie mussten Schutz- und Hygienekonzepte zur Umsetzung erarbeitet werden in den verschieden Aufgabenbereichen der Kinder- und Jugendarbeit.

Weitere Informationen erhalten Sie hier auf unserer Sonderseite:

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