Abschied mit "Respect"

147 Abiturienten verlassen Gymnasium Weilheim – Bei 46 steht die Eins vor dem Komma

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Die ausgezeichneten AbiturientInnen mit dem Notendurchschnitt von 1,0 bis 1,4 zusammen mit (v.li.) Schulleiterin Beate Sitek, ihr Vorgänger und nun Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer Hermann Summer, Sabine Gerold von der Sparkasse Oberland und Elternbeiratsvorsitzende Karin Brüderle.

Weilheim – Mit einem Gottesdienst und der Abiturfeier in der Stadthalle verabschiedete das Gymnasium Weilheim heuer 147 Abiturienten mit einem Gesamtergebnis von 2,2 von der Schule.

Bei 46 Schülern stand dabei eine eins vor dem Komma, 17 davon hatten einen Schnitt zwischen 1,0 und 1,4. Begrüßt wurden die Abiturienten mit ihren Familien zunächst musikalisch: Simon Groß, Lukas Rutke und Dominik Schauer spielten die Arie des Tamino aus Mozarts Zauberflöte, bevor Dr. Andreas Daiber alle Gäste willkommen hieß, darunter den stellvertretenden Landrat Karl-Heinz Grehl und den Landtagsabgeordneten Harald Kühn, sowie Vertreter von Firmen und Ämtern und natürlich aktuelle sowie ehemalige Lehrer des Gymnasiums.

„Respect“ stand dann auf dem Programm mit der Jazzcombo des Gymnasiums, bevor Elternbeiratsvorsitzende Karin Brüderle das Wort ergriff. „Wir Eltern freuen uns heute mit Ihnen und sind stolz auf ihren Erfolg.“, so Brüderle, die selbst eine Abiturientin zur Tochter hat und somit mit dem Abschluss ihres jüngsten Kindes aus dem Amt der Elternbeiratsvorsitzenden scheidet. Und weiter meinte sie: „Den Satz: ‚Jetzt hast Du Dein Abitur, damit steht Dir jeder Weg offen‘ – sollten Sie wörtlich nehmen.“ Und egal, welchen Weg jeder Einzelne einschlage, hoffe Sie, dass dies nicht nur Berufsjahre würden, sondern den Absolventen ein zufriedenes Leben bevorstehe. Für ihr unermüdliches Engagement in der Elternarbeit bedankte sich Oberstudiendirektorin Beate Sitek bei Brüderle mit einem Blumenstrauß.

„Der kleine Chor“ sorgte dann mit dem selbst neu getexteten „Just Wing It“ von Carsten Gerlitz für ein weiteres musikalisches Highlight. Schulleiterin Sitek griff dann das Beispiel einer Schülermutter auf, in deren Augen das Ärgerliche an Handys sei, dass die Verlässlichkeit von Vereinbarungen zurückgehe, die Halbwertszeit von Abmachungen immer kurzlebiger werde. „Gewöhnen Sie sich an den Gedanken, dass Sie selbst und niemand sonst dafür Verantwortung trägt, was mit Ihrer Zeit geschieht, wozu sie genutzt wird, was aus ihr erwächst und was nicht aus ihr wird.“, appellierte sie an die Abiturienten. Dieser Jahrgang sei ein „besonders besonderer“, weil das Gymnasium Weilheim in seiner Tradition begabter und engagierter Abiturienten heuer auf ganz besonders engagierte SchülerInnen blicke. Im Namen der gesamten Schulgemeinschaft dankte sie, stellvertretend für viele andere engagierte Schüler, den ehemaligen Schülersprechern Marcel Jungbauer und Tobias Raphael für ihren langjährigen, professionellen Einsatz in der Schülermitverantwortung. „Sie haben das Schulleben wahrhaft mitgestaltet, ja für eine bestimmte Zeit geprägt – Marcel engagierte sich mindestens ab der achten Klasse für die Schule – und haben damit Maßstäbe für künftige Schülergenerationen gesetzt. Die Zusammenarbeit mit Ihnen war für uns alle bereichernd“, so Sitek.

Nach „Buyo“ von Lucky Chops wandte sich dann die Abiturientin Isra Han an die Festversammlung. Sie philosophierte über die „sieben Wahrheiten, die wir durch die Schulzeit gelernt haben und für unsere Zukunft mitnehmen können“. Zunächst sei da das Endoplasmatisches Retikulum, womöglich der einzige Fachbegriff, den man aus der Schulzeit für die Ewigkeit mitnehmen werde. Außerdem die Einsicht, dass Familie und wahre Freundschaft das Wichtigste sind, dass man nicht jedem gefallen muss, man stärker und fähiger ist, als man denkt, niemals allein ist, die Menschen ständig im Wandel sind und schließlich, dass alles gut wird. „Lasst uns den Moment genießen, viele Fotos machen, wild tanzen und laut lachen. Am Ende bereut man sowieso nicht die Dinge, die man falsch gemacht hat, sondern nur die Dinge, die man nicht gemacht hat.“ Nach dem Chor der Q12 mit „We are young“ erfolgte die Ehrung der Preisträger und danach durften alle Abiturienten ihr Zeugnis in Empfang nehmen. Der Abiturball am Abend beschloss diesen großen Tag.

Für einen Notendurchschnitt von 1,0 erhielt Lukas Seitz einen Preis der Sparkasse Oberland, ebenso Charlotte Drosten, Louisa Petersen und Benita Sahyoun (je 1,1). Preise des Elternbeirats gab es für Ersamus Albers, Johanna Brunner, Julian Jäcker, Anna Loy, Lukas Rutke und Antonia Spatz (je 1,2), Sophie Gänesch, Maria Hett, Sophie Puchner, Moritz Wagner und Lucia Zeber (je 1,3) und Marlene Deisenberger sowie Nicole Frank (je 1,4).

Der Preis des Vereins der Freunde und Förderer des Gymnasiums Weilheim ging an Tobias Raphael. Sophie Puchner bekam den Preis der Gesellschaft deutscher Chemiker, Lena Jarosch den Abiturpreis des Vereins für Socialpolitik. Buchpreise der Deutschen Physikalischen Gesellschaft gingen an Ersamus Alber und Lukas Seitz und der Abiturpreis der Deutschen Mathematier-Vereinigung an Tobias Fischer. Ehrennadeln des Deutschen Verbands der Altphilologen überreichte man Ersamus Alber für Latein und Franziska Moy für Altgriechisch. 

Von Bianca R. Heigl

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