Die Oberlandschulen verabschieden ihren fünften Abiturjahrgang in die "Freiheit"

Rüstzeug fürs Leben

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Frei für einen neuen Lebensabschnitt. Die Absolventen des Wirtschaftsgymnasiums. V. li.: Lukas Schürer, Pouline Rohde, Tim Wechsler, Sabine Bemmel, Mehmet Sevgin, Kevin Pekarek.

Weilheim – „Auf in die Freiheit“ hatte Schulleiterin Ingeborg Krabler ihre Rede in der festlich geschmückten Aula der Oberlandschulen betitelt und mit der Übergabe der Zeugnisse an die sechs Absolventen des Wirtschaftsgymnasiums, begann für die zwei jungen Frauen und vier Männer tatsächlich ein neuer Lebensabschnitt.

Es war der fünfte Abiturjahrgang des Gymnasiums, der hier vor Ort auf die externen Prüfungen am Gymnasium Penzberg vorbereitet wurde und sie dort mit guten Ergebnissen schaffte. Die kleine Klasse mit sechs Schülern ließ Ingeborg Krabler Zeit und Raum, jeden der Absolventen mit persönlichen Worten zu würdigen. „Ich muss zugeben, wir sind stolz auf Sie. Sie haben es geschafft und sind nun ein Teil der Geschichte unserer Oberlandschulen“, begann sie ihre Festrede. Das Thema Freiheit bildete auch den Schwerpunkt ihrer Rede. (Die ehemaligen Schüler hatten sich im letzten Schuljahr intensiv mit dem Begriff auseinandergesetzt.) „In unserer Gesellschaft ist „Freiheit“ ein abgedroschenes Wort, bei dem Freude gar nicht so recht aufkommen will. Doch wir sollten uns die Kostbarkeiten bewusst machen, die unsere freiheitlich verfasste Gesellschaftsordnung – Freiheit des Gewissens, Glaubens, der Meinung, in der Berufswahl, Versammlung, Forschung usw. – garantiert. Genießen Sie Ihre neue Freiheit und gestalten Sie sie in Verantwortung für sich und andere“, sagte Krabler.

Nach der Zeugnisübergabe hatte das Lehrerkollegium eine medial aufbereitete Überraschung vorbereitet. Unter dem Motto: „Ich will ein Roman sein“, sangen die Lehrer/innen zu den im Wechsel eingeblendeten Schülerprofilen, erst Solo, dann im Chor. Eine Darbietung, die mit stürmischen Applaus belohnt wurde. Die Überraschung der Absolventen folgte auf dem Fuße und rührte manch eine Lehrerin zu Tränen. Die Schüler hatten Rosen gekauft und überreichten diese an ihre jeweilige Lieblingslehrer/in, ganz nach Bachelor-Art, mit Komplimenten. Etwa „Ihr Lächeln hat mir oft den Tag gerettet“, „Sie waren mein Retter aus Mathekrisen“. „Ihr seid wirklich ein ganz besonderer Jahrgang“, dankte die gerührte Schulleiterin zum Schluss.

Die neu gewonnene Freiheit nutzen alle Abiturienten des Wirtschaftsgymnasiums, um ein Studium zu beginnen. Nur die Fächer (Psychologie, Marketing, Informatik, Sozialwissenschaften, Wirtschaftspsychologie) und Universitäten in München, Augsburg, Innsbruck sind den verschiedenen persönlichen Vorlieben/Zielen geschuldet. Einig waren sie auch im Lob auf ihre Betreuung. „Das Lernen war hier anders. Wir waren nie allein mit Problemen und wurden stets unterstützt“, beschrieben sie ihre Schuljahre.

Von Georg Müller

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