Abordnung des Minenjagdboots kommt trotz hoher Dienstbelastung und spendet 3 018 Euro

Eng verbunden mit der Patenstadt

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Ein Crew-Foto als Geschenk für den Gastgeber. Besatzungsmitglieder, Vertreter der bedachten Vereine und Marinekameradschaft bei der inoffiziellen Spendenübergabe mit Bürgermeister Markus Loth.

Weilheim – „Zwischen der Besatzung und unserer Patenstadt besteht eine sehr große Verbundenheit. Wir wären auf alle Fälle gekommen. Aus den persönlichen Beziehungen entwickelten sich Freundschaften. Die Patenschaft ist für uns eine ganz selbstverständliche Verpflichtung geworden“, beschrieb der Leiter der Abordnung Oberleutnant zur See Alexander Stolze die Verbindung.

Ein Besatzungsmitglied legte nach. „Wir müssen nicht, wir wollen kommen.“ Seit 2001 betreibt die Besatzung des Minenjagdboots Weilheim auf dem Christkindlmarkt einen Glühweinstand. Trotz hoher Dienstbelastung, Fluktuation innerhalb der Crew und langen Anfahrtswegen wird die Patenschaft von den Älteren zu den Neuen auf dem Boot als Verpflichtung im positiven Sinne weitergegeben. Dabei ist der Besuch in Weilheim beileibe kein Urlaub, sondern ehrenamtliches Engagement für soziale Einrichtungen und Vereine der Stadt. Dennoch melden sich stets mehr Freiwillige zum Glühweinverkauf als die Besatzung eigentlich entbehren kann. Heuer war die Abstellung besonders schwierig, da sich das Boot zur Generalsanierung in einer Rostocker Werft befindet. Für die Besatzung bedeutete das erst den Umzug auf ein Nachbarboot und dann die Beteiligung an einer zweiwöchigen Schiffsicherungs- und Gefechtsausbildung, die bis einschließlich 12. Dezember dauert.

Deshalb musste in diesem Jahr auch die Dauer der Abstellung verkürzt werden. Die Marinesoldaten legten die rund 974 Kilometer lange Strecke in drei Privatwagen zurück und besetzten umgehend den Glühweinstand.

Die durch den Verkauf eingenommene Summe in Höhe von 3 018 Euro ist je zur Hälfte für Projekte des „Evangelischen Kindergartens am Wehr“ und des Vereins „Die Brücke Oberland – Jugend- und Familienhilfen“ bestimmt.

„Wir können jeden Cent gebrauchen und sind dankbar, dass wir bedacht werden“, erklärten Kindergartenleiterin Brigitte Schmalz und Brücke-Vorsitzende Marion Lunz-Schmieder am vergangenen Samstag bei der inoffiziellen Bekanntgabe vor dem Stand der Marinekameradschaft.

Von Georg Müller 

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