Schulfamilie verabschiedet langjährigen Rektor Bernhard Bürger der Mittelschule Weilheim

Mehr als ein Vierteljahrhundert im Amt

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Die Konrektoren Elke Uhl und Michael Zwick nahmen ihren alten Chef Bernhard Bürger (zweiter v. li.) und ihren neuen Chef Rolf Schleich (zweiter v. re.) in die Mitte.

Weilheim – Mit dem ausklingenden Schuljahr hieß es auch für den Rektor der Wilhelm- Conrad Röntgen Mittelschule Abschied nehmen: Zum 1. August tritt Bernhard Bürger seinen wohlverdienten Ruhestand an, nachdem er mehr als ein Vierteljahrhundert dort tätig war.

Zur Feierstunde in der Turnhalle der Schule waren neben Kollegium, Elternbeiratsvertretern und Stadtratsmitgliedern auch zahlreiche Bürgermeister des Schulverbands gekommen, allen voran dessen Vorsitzender Markus Loth. Bürgers Stellvertreter Michael Zwick begrüßte die Gäste nach dem Eröffnungsstück der Bläserklasse. Und dann hieß es Bühne frei für die Theater AG, die die „Mission: Verschwundener Pokal“ zur Aufführung brachte.

Neuer Rektor an der Mittelschule ist ab 1. August Rolf Schleich, der bislang als Konrektor an der Carl Orff-Schule in Dießen tätig war.

Loth würdigte in seiner Festrede den scheidenden Rektor als „Arbeitstier“, mit dem stets eine gedeihliche Zusammenarbeit möglich war, gern gewürzt mit einem Witz oder einer Anekdote. Gerade auch während der dreijährigen Generalsanierung der Schule, bei der auch ein Anbau erstellt wurde, wurden durch Bürgers „unermüdlichen Einsatz“ immer Lösungen gefunden, die die Baumaßnahmen parallel zum laufenden Betrieb möglich machten. Er würdigte Bürger als Pädagogen, dem die Persönlichkeitsbildung der Schüler ein besonderes Anliegen ist und der stets Neuem offen gegenüberstand. Dies zeige auch die Tatsache, dass die Mittelschule Weilheim als einzige bayerische Mittelschule am Projekt „Digitale Schule 2020“ mitwirkt. In Anerkennung seiner Verdienste um die Schule überreichte Loth Bürger die große Silbermünze der Stadt samt Urkunde.

Für das Staatliche Schulamt ergriffen Ingrid Hartmann-Kugelmann und Kerstin Krückel das Wort. „Sie leben Werte, die sich für mich in dem Begriff ‚Anstand‘ subsumieren“, so Hartmann-Kugelmann, und weiter: „Ihre Zuverlässigkeit und Ihre Verbindlichkeit stechen hervor. Ihr Wort gilt.“ Für das Schulamt sei er ein ganz besonderer Schulleiter gewesen, dessen Loyalität gegenüber dem Amt und seinen Entscheidungen herausragend war. Krückel gab dann einen Abriss von Bürgers beruflichem Werdegang. Beide dankten dem scheidenden Rektor mit der gewünschten Spende an den Förderverein und den Worten: „Herr Bürger, Sie sind nicht nur anständig, Sie sind hochanständig!“

Auch seitens des Elternbeirats gab es ausschließlich lobende Worte für die stets gute Zusammenarbeit mit Bernhard Bürger und als Präsent eine Bonsai-Kiefer. Aufgelockert wurde das Programm durch mehrere Einlagen des Lehrerchors.

Bürger selbst ergriff als letzter das Wort: „Jetzt is‘ soweit! Andere verabschieden habe ich gelernt, aber mich selber noch nie!“ Er plauderte – wie immer mit passender Präsentation – aus seinem Leben als „Sandwichkind“, seinen beruflichen Weg ins Oberland mit Hausbau in Peißenberg und schließlich der Stelle in Weilheim.

Bürger betonte, dass es ihm schon als Konrektor ein Anliegen war, Entscheidungen nicht von den Umständen abhängig zu machen, sondern von Richtig oder Falsch. Über seine Pläne für die nun beginnende ruhigere Lebensphase verriet er nur soviel: „Der Bär groovt…“

Von Bianca R. Heigl

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