Staatliche Berufsschule in Weilheim verabschiedet 440 Abschlussschüler – 36 Staatspreisträger mit dabei

"Aufstieg ins Profiteam" geglückt

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Das Jahrgangsfoto 2017 mit 36 Staatspreisträgern. Vorn die Besten der Besten mit 1,0. Links Klaus Bauer, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, rechts Angelika Flock, Knut Seelos und Stefan Zirngibl.

Weilheim – Abwechslung prägte heuer die Verabschiedung der Absolventen an der Staatlichen Berufsschule.

Statt des erkrankten Schulleiters Dr. Burkhard Küster übernahm sein Vertreter Knut Seelos und anstelle flotter Blasmusik gab es Westernsound. Dass dazu noch zahlreiche schulische Bestleistungen kamen, machte die Verabschiedung perfekt. Seelos setzte in seiner Rede ganz auf Begriffe aus dem Fußball. „Vor drei Jahren lag Euer beruflicher Start in der Nachwuchsmannschaft. Ihr habt Eure Chance genutzt. Jetzt seid Ihr ins Profiteam aufgestiegen. Ihr habt es von der Vorrunde nicht nur ins Finale geschafft, sondern auch noch gewonnen. Und noch eins, ich persönlich habe großen Respekt vor Euch, Eurem Fleiß und Eurer Einsatzbereitschaft. Manche schafften sogar Rekorde, viele überzeugten mit sehr guten Leistungen“, betonte Seelos.

Wahre Worte, denn die angesprochenen Rekorde und Leistungen manifestierten sich schwarz auf weiß in 36 Staatspreisen, zehn davon in Abschlüssen mit 1,0. Seelos vergaß auch nicht den Dank an die „Trainer“ (Lehrer), denn die hätten ja die Mannschaften beim Aufstieg bis zur Prüfung begleitet.

Die Gratulation der Kreishandwerkerschaft überbrachte Stefan Zirngibl, der sowohl die Abschlüsse würdigte, aber den Absolventen auch nachdenkliche Worte mit auf den Weg gab. „Sie haben sich einen Grundstock geschaffen, auf dem Sie aufbauen können. Leistung ist aber untrennbar mit ständigem Lernen verbunden. Auch wenn Sie das heute wahrscheinlich nicht mehr hören können, wahr bleibt es dennoch und unverzichtbar“, sagte er. Was neben der Anerkennung nicht fehlte, war die Mahnung des lebenserfahrenen Meisters nach Tugenden, wie Disziplin, Leistungsbereitschaft, Pünktlichkeit, Freundlichkeit und Respekt vor Mitmenschen. Sie seien im Handwerk wie auch im Leben nicht nur wichtig, sondern müssten auch gelebt werden. „Heute und morgen dürft Ihr erst einmal feiern, aber Montag 7 Uhr ist wieder Arbeitsbeginn“, schloss der Kreishandwerksmeister sein Grußwort mit leichtem Schmunzeln. Der Weilheimer Unternehmer Klaus Bauer würdigte die Abschlussschüler im Namen der IHK. „Ich bin stolz auf Eure Entwicklung in den vergangenen drei Jahren. Wir brauchen im Oberland gut ausgebildete Fachkräfte. Wir brauchen Euch“, lobte er.

Weilheims dritte Bürgermeisterin verpackte ihre Anerkennung in eine Frage. „Ihr habt Großes geschafft. Wisst Ihr eigentlich, wie wertvoll Ihr seid?“. In Bezug auf den Neubau der Berufsschule im Norden der Kreisstadt versprach Angelika Flock im Namen des Stadtrats zügige Bearbeitung.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß bestätigte die Notwendigkeit des Neubaues nachdrücklich. Er sei dem Handwerk geschuldet, sagte sie und fügte hinzu „Wir sind verdammt stolz auf Euch. Ihr seid genau die, auf die unsere Region wartet“. Heuer kamen die Absolventen aus 14 Handwerksberufen. Den Löwenanteil stellten die Zimmerer und Tischler, gefolgt von den Kfz-Mechatronikern. Das Schlusslicht bildeten die Maschinen- und Anlageführer mit 2 Gesellen.

Schulabschlüsse mit 1,0

Marinus Johannes Angerer, Josef Markus Fischer, Emmeram Hartleitner, Tobias Patrick Lettmair, Franz Peter Schaller, Kerry Reto Ben Pascal Jansen, Peter Michael Reindl, Simon Philipp Schubert, Lukas Sebastian Blumenröhr, Fabian Seelos.

Von Georg Müller

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