FOS/BOS: Abiturzeugnisse und viele Tipps für 299 "außergewöhnliche Persönlichkeiten"

Freie Wahl für Lebens-Lösungen

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Die Jahrgangsbesten der FOS/BOS 2015. Vorne (v.li.): Isabell Schlittenhardt, Susanne Schönl, Franz Mangold, Marie Schwarzmaier, Benedikt Hofmann, Anton Baudrexl. Hinten (v.li.): Maximilian Lutz, Franz Leis, Regina Schweiger, Nora Haberkorn, Teresa Güntner.

Weilheim – Eine bis ins Foyer dicht gefüllte Stadthalle setzte heuer eine Bestmarke bei der Abschlussfeier am vergangenen Freitag. Lächelnde Eltern mischten sich unter „aufgekratzte“ Absolventen der Fachoberschule und Berufsoberschule (FOS/BOS) und ihre Freunde.

Die erste Gratulation kam von Schulleiter Peter Ziller. Schwerpunkt seiner Rede waren Gedanken zur Wahrnehmungsvielfalt, der Qual der Wahl und zu Lebenswahrheiten. Als Beispiele wählte er Ergebnisse von Experimenten in der Verhaltensforschung bezüglich Paarbeziehungen aus und verglich sie mit dem Schulbetrieb.

„Unterschiedliche Wahrnehmungen und die möglichen Wahrheiten können verwirren. Mit Humor und Gelassenheit können Sie die Folgen gelassen sehen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Glück auf dem für Sie besten Weg in die Zukunft“, sagte er.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß bezeichnete in ihrem Grußwort die Abitur- und Fachabiturabschlüsse als soliden Grundstock für ein zu bauendes „Lebens-Haus“. „Die Feinheiten des Hausbaues müssen nun folgen, damit es ein solides wird“, riet sie.

Elternbeiratssprecher Herbert Bogner fasste bei den Zukunftstipps nach. „Ihr könnt stolz auf das Zeugnis sein. Es ist eine tolle Grundlage für euren Beruf. Spinnt im positiven Sinne, spinnt Beziehungsnetze. Seid offen, neugierig und kritisch. Wir brauchen Freigeister. Brennt für das, was ihr tut. Ich wünsche mir für euch, dass alles in eine gute Richtung geht“, empfahl er unter lautstarkem Applaus.

Schülersprecher Jonas Gstattenbauer sprach im Namen von 299 „außergewöhnlichen Persönlichkeiten“ im Saal und hatte seine Ratschläge in einem minimalistischen Video verpackt. Darin verglich er den zurückgelegten Schulweg mit einem Sprung ins kalte Wasser, der dank helfender Lehrerhände für alle am rettenden Ufer endete. „Ausrutschen, hinfallen, wieder aufstehen und weitergehen, dann kommt ihr zum Ziel“, lautete die Devise.

Motiviert sind die Absolventen auf jeden Fall. Susanne, eine der besten Absolventinnen, will gleich weiterlernen. „Ich will das allgemeine Abitur erwerben und dann Tiermedizin studieren“, teilte sie mit. Wie man sehr gute Noten erreicht, dafür hatte sie auch einen nützlichen Tipp: „Im Unterricht aufpassen, das ist das A und O.“

Von Georg Müller

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