Landwirtschaftsschule Weilheim spricht 52 Absolventen der Hauswirtschaft frei

Ein Beruf mit Perspektiven

Die 52 Absolventen der Hauswirtschaft 2017. Vorn mi. die Einserschüler mit Dominik Schwarzer. Li.: Martin Greitenstein, Berufsschule Miesbach; Bezirksbäuerin Christine Singer, MdL Florian Streibl. Re.: MdL Harald Kühn, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Landrat Helmut Zech, Dachau und Oskar Paulicks, Berufsschule München-Land.

Eberfing – HauswirtschafterIn, das ist nicht nur kochen, backen, waschen, bügeln. Sie kümmern sich um Vorratshaltung, Arbeitsorganisation, leiten Großküchen und landwirtschaftliche Unternehmerhaushalte: Ein vielseitiger Beruf mit Karrieremöglichkeiten bis zum Techniker, Meister, Betriebswirt und Fachlehrer.

Seit Kurzem gibt es 52 neue Absolventen – 51 Frauen und einen Mann – mit dem Abschlusszeugnis der Landwirtschaftsschule Weilheim. Sie kommen aus zehn Landkreisen – Fürstenfeldbruck, Miesbach, Rosenheim, Weilheim-Schongau, Landsberg, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Starnberg und München. Freigesprochen wurden sie im Rahmen eines Festaktes im Saal des Gasthofs zur Post in Eberfing.

Die zahlreich anwesenden Vertreter aus Schulen, Kommunalpolitik und Landtag unterstrichen die Bedeutung dieses Berufes. Amtsleiter Dr. Stefan Gabler beglückwünschte die Absolventen mit einem abgewandelten schottischen Sprichwort: „Arbeite und lerne Hauswirtschaft und du kannst nicht verhindern, dass etwas aus dir wird.“ Gabler gratulierte zweimal: Erstens zum erfolgreichen Abschluss und zweitens zur Berufswahl. „Euer Beruf ist in meinen Augen absolut zukunftssicher“, erklärte er. Gabler dankte dem Landkreis für die geplante Sanierung der Hauswirtschaftsschule Weilheim, wofür dieser erhebliche Mittel zur Verfügung stellt.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß bescheinigte den Absolventen, mit ihrem Abschluss Managerfähigkeiten erworben zu haben. „Sie haben bewiesen, dass Sie auf eigenen Beinen stehen können. Gehen Sie Ihren eigenen Weg“, sagte sie. Anstatt ein Grußwort zu sprechen stellten sich die Landtagsabgeordneten in einem Interview dem Thema: „Wie wollen Sie sich in die Hauswirtschaft einbringen?“ Die Befragten versicherten, das Berufsbild weiter unterstützen und fördern zu wollen. Als erstes konkretes Ergebnis wurde der Landtagsbeschluss angeführt, ein „Fachkompetenz-Zentrum Hauswirtschaft“ in Triesdorf (Oberfranken) einrichten zu wollen.

In ihrem Rückblick auf 2017 zog Bildungsberaterin Barbara Schmid eine positive Bilanz. Sie verwies auf die Weiterbildungsmöglichkeiten und präsentierte den neuen Hauswirtschafts-Werbefilm, in dem auch einige diesjährige Absolventen mitgewirkt hatten.

Im Schlusswort ermunterte Bezirksbäuerin Christine Singer die HauswirtschafterInnen, immer am Ball zu bleiben. „Feiert heute, morgen geht es weiter“, riet sie. Musikalisch untermalt wurde die Feier durch eine „Hausmusik“ getaufte Bläsergruppe.

Die Einserschüler 2017

Verena-Maria Niggl, Weyarn; Anna Kuchlmeier, Irschenberg; Veronika Weber, Feldkirchen; Anna Kloiber, Wackersberg und Dominik Schwarzer, Weilheim.

Von Georg Müller

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