Realschule Weilheim bescheinigt ihren Abschlussschülern Superleistungen

Ein besonderer Moment im Leben

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Die Abschlussbesten der Realschule Weilheim. Vorn Mitte: Fabian Fritz, Paula Frank, Sandra Plötz, Annika Artinger mit Noten von 1,09 bis 1,45.

Weilheim – Die Zeugnisübergabe an die Absolventen der Realschule war für 144 Schüler, ihre Lehrer und Eltern ein ganz besonderer Moment. Auch Landratsvize Karl-Heinz Grehl hatte für sein Grußwort das Thema gewählt.

„Heute ist so ein besonderer Moment in Eurem Leben. Es gibt aber auch andere, wie den Klimawandel, gravierende politische Veränderungen in den Ländern Europas, des Nahen Ostens und Amerika. Ihr habt bei uns hervorragende Aussichten... Ich wünsche Euch noch viele weitere besondere Momente. Wir brauchen Euch“, gratulierte Grehl.

Für die Stadt Weilheim sprach zweiter Bürgermeister Horst Martin, der sich als ehemaliger Realschüler mit sehr durchschnittlichen Noten outete: „Ich will Euch damit sagen, dass man auch ohne Spitzenzeugnis etwas im Leben erreichen kann. Wenn Ihr Tiefs erlebt, denkt an meine Worte: Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen.“

Schulleiter Peter Pickal stellte seiner Ansprache ein großes Lob voran. „Ihr habt vor einem halben Jahr noch einmal richtig angeschoben, teils mit Superleistungen. Alle Achtung. Ich bin sehr zufrieden“, erklärte er. Pickal hatte Lebensweisheiten und geflügelte Worte in seine Rede gepackt und nannte Wissen als größten Reichtum. „Was wahren Bestand hat, sind nicht ausschließlich Geld, sondern Fähigkeiten, charakterliche Eigenschaften, sie sind leicht zu tragen und niemand kann sie Euch nehmen“, so Pickal. Seine Ratschläge: „Achtet auf die Wahl Eurer Wort, redet mit- statt übereinander, wir brauchen einander. Versucht nicht, so zu werden, wie andere Euch haben wollen.“

Ähnliche Worte fanden die Elternbeiräte Silvana Kessler und Sabine Bentenrieder: „Wenn ich höre: ‚Ich bin erwachsen. Ich kann tun, was ich will‘, sage ich: ‚Tue es, aber übernimm die Verantwortung. Kann ich nicht, gibt es nicht. Du musst es nur wirklich wollen.“

Das Resümee der AbschlussschülerInnen reichte von Nachdenklichkeit bis Dankbarkeit. „Das Lernen hat sich gelohnt. Wir waren eine große Gemeinschaft. Nun geht jeder seinen eigenen Weg... Es waren unvergessliche Jahre. Vielen Dank für die Unterstützung, die wir hier und von unseren Eltern erfahren haben“, zogen Bianca Taffertshofer und Veronika Albrecht Bilanz.

Der Vorsitzende des Fördervereins machte es kurz. Er bat die Eltern, im Förderverein zu bleiben, lud die Absolventen zum Ehemaligentreffen 2027 ein und prophezeite: „Jetzt geht es erst richtig los in Eurem Leben“. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Schulensemble, einer hochkarätigen Klaviereinlage von Kevin Schuster und vom Schulchor. Verabschiedet wurde auch Konrektor Armin Thefeld. Der 47-jährige Pädagoge übernimmt am 1. August die Leitung der Realschule Penzberg.

von Georg Müller

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