179 Abiturienten bekamen Zeugnisse – Gesamtschnitt von 2,2

"Geht ab und lasst es krachen!"

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Die Preisträger 2017 mit Schulleiterin Beate Sitek (links), Elternbeiratsvorsitzender Karin Brüderle (dritte v. li.) und Sabine Gerold von der Sparkasse Oberland (zweite v. re.).

Weilheim – Die fröhliche Ausgelassenheit war allen anzusehen: 179 Abiturienten des Gymnasiums Weilheim feierten am vergangenen Freitag ihren Schulabschluss mit Festgottesdienst, Zeugnisübergabe und Abiturball. Mit einem Gesamtschnitt von 2,2 und 58 Absolventen, deren Notenschnitt eine 1 vor dem Komma hatte, ein erfolgreicher Jahrgang. „Und trotz dieser guten Leistungen müssen wir Sie alle heute entlassen!“, scherzte Schulleiterin Beate Sitek in ihrer Ansprache.

Begrüßt wurden die Gäste, darunter Landrätin Andrea Jochner-Weiß, zweiter Bürgermeister Horst Martin sowie Vertreter der Wirtschaft, bei der Feier in der Stadthalle von Studiendirektor Dr. Andreas Daiber, selbst Vater einer Abiturientin, der das Titelbild des Programmheftes launig kommentierte. Der hier abgebildete Freudensprung werde wohl nicht nur von den Absolventen vollführt, es seien viele mehr, Eltern, Familien, Freunde, Lehrer – in abgelegeneren Gegenden vielleicht ganze Dörfer!

Schulleiterin Beate Sitek machte den Abiturienten Mut zur Gestaltung der Zukunft: „Seien Sie neugierig auf die Zukunft, die Sie gestalten werden, und nehmen Sie nicht zu vieles als vorgegeben an. … Haben Sie Mut. Probieren Sie sich aus!“ Die vielen Entscheidungen, die im Laufe der Schulzeit fällig waren, setzte Elternbeiratsvorsitzende Karin Brüderle in den Fokus. „Mache was Du für richtig hältst. Es wird immer jemanden geben der anders denkt“, zitierte sie Michelle Obama. Sie wünschte den Abiturienten für die anstehenden Weichenstellungen viel Glück. „Und denken Sie immer daran: Die besten Dinge im Leben beginnen selten mit einer vernünftigen Entscheidung. Aber glücklich zu sein, ist eine der besten Entscheidungen, die Sie treffen können!“

Mit „Die Chance zu träumen“ war die Abschlussrede der Abiturienten selbst überschrieben, die in humorvoller Weise von Anna Doleschal und Cornelius Heisse vorgetragen wurde. „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“, zitierten diese Franz Kafka. „Deswegen dürfen wir uns nicht durch die großen und kleinen Stolpersteine, wie seine eigene Wäsche zu waschen, die Bewerbung für die Uni zu verfassen, einen Arzttermin auszumachen oder den Auszug aus dem Hotel Mama in Angriff zu nehmen, aufhalten lassen.“ Und in leichter Abwandlung des lateinische „abire“ erdachten sie kurzerhand das Wort „abiturire“, was so viel bedeute wie „ab-gehen wollen“: „Bewahrt euch immer eine Prise Verrücktheit, *geht ab* und lasst es krachen!“

Bevor dann alle ihre Zeugnisse erhielten, wurden noch die Preisträger ausgezeichnet. Die Preise der Sparkasse Oberland, überreicht durch Sabine Gerold, gingen an Hubertus Drosten, Joachim Lochstampfer und Alexandra Muss (alle 1,0), sowie Lucia Mengel, Cornelia Rendigs und Tim Wiese (alle 1,1). Preise des Elternbeirates erhielten Rebecca Weidinger (1,2) und – mit jeweils 1,3 – Verena Frohnwieser, Isabella Lex, Theresa Maschek und Johanna Vollmann sowie Julia Merk und Isabella Probst (beide 1,4). Den biozukunftspreis der Stiftung natur mensch kultur bekam Rebecca Weidinger, Buchpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft Joachim Lochstampfer und Tim Wiese, den Abiturpreis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung Joachim Lochstampfer und die Ehrennadel des Deutschen Verbandes der Altphilologen Rebecca Weidinger (Latein) und Felix Herold (Altgriechisch).

Musikalisch begrüßt wurden die Festgäste von der Jazzcombo des Gymnasiums Weilheim mit den Abiturienten Marcel Dischl (Schlagzeug) und Tilman Legl (Saxophon) sowie Vorjahresabsolvent Constantin Hauck am Klavier und Julian Webb (Q11) am Bass mit Stücke von Kenny Dorham und Charlie Parker. Mozartklänge gab es von den Klarinettistinnen Johanna Blaceck und Veronika Wiesmüller. Die Prcussions bebten beim Pferdetanz mit Nico Holeczek, Sascha Gotowtschikow, Benedikt Meyer, Pietro Müller und Robin Versanyi. Und das „Happy ending” von Mika mit einem Text von Cornelia Rendigs besang der Chor der Q12.

Von Bianca R. Heigl

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