Bereits jetzt gelten viele Neuerungen in verschiedenen Bereichen

Das ändert sich 2013

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Seit 1. Januar kostet das Verschicken von Briefen 58 Cent.

Landkreis – Gerade ein paar Tage ist das neue Jahr alt, doch bereits zum 1. Januar sind verschiedene Neuregelungen in Kraft getreten. Ob im Verkehrswesen, bei der Rundfunkgebühr oder bei den Briefmarken: Der Kreisbote hat einige der wichtigsten Neuerungen zusammengefasst.

 Sie wurde 2004 eingeführt und sorgte seitdem für Diskussionsstoff: die Praxisgebühr. Mitte Dezember 2012 gab der Bundesrat schließlich grünes Licht für ihre Abschaffung. Die bisher fälligen zehn Euro pro Quartal können Patienten seit 1. Januar im Gelbeutel behalten. Auch die Überweisungen zu Fachärzten, um nicht erneut zahlen zu müssen, sind damit nicht mehr notwendig.

Auch die Zeit der Lohnsteuerkarte auf Papier ist endgültig vorüber. 87 Jahre lang war sie treuer Begleiter aller ArbeitnehmerInnen. Nun wird sie durch ein elektronisches Verfahren ersetzt. Im Laufe des Jahres müssen alle Arbeitgeber ihr System umstellen. Dabei sollte jeder seinen Gehaltszettel genau überprüfen, denn bei der Übermittlung der Daten kann es zu Fehlern kommen. Betroffene können beim Finanzamt einen Antrag auf Korrektur der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale stellen, wenn etwas nicht stimmt.

Weg gefallen ist auch die Monopolstellung bei den Kaminkehrern. Grundsätzlich können Kunden ihren Schornsteinfeger ab jetzt frei wählen, bisher gab es nur einen pro Bezirk, der alle Haushalte versorgte. Einige Aufgaben, die dem Brandschutz dienen, wird aber auch weiterhin der jeweilige Bezirkskaminkehrer durchführen.Ein weiteres Monopol, das künftig nicht mehr Bestand hat, ist das der Bahn. Ab sofort dürfen auch Busanbieter Langstreckenfahrten in Deutschland anbieten und stellen damit eine attraktive Alternative zu Auto oder Zug dar.

Im Bereich Verkehr gibt es eine weitere Neuerung. Vor allem Fahranfänger sind davon betroffen. Ab 19. Januar hat der Führerschein ein Verfallsdatum. Alle 15 Jahre muss das kleine Plastikkärtchen ab dem Stichtag erneuert werden, allerdings ohne jegliche Prüfung. Zunächst gilt das für Führerscheinneulinge oder diejenigen, die ihren Führerschein umschreiben oder neu ausstellen lassen. Bis 2033 muss jeder seine Fahrerlaubnis umtauschen. Auch bei den Motorradklassen gibt es eine Umstrukturierung. Die Beschränkung in der Klasse A fällt nicht wie bisher nach zwei Jahren weg, sondern es muss eine neue Prüfung abgelegt werden. Wer bereits eine Fahrerlaubnis hat, behält aber weiterhin alle Privilegien.

In Sachen Rundfunkgebühren gibt es ebenfalls neue Regelungen ab 2013. Konnte man sich bisher bei der GEZ davon befreien lassen, wenn man keine Rundfunkgeräte besaß, muss ab diesem Jahr jeder Haushalt zahlen. 17,98 Euro sind pro Monat fällig – egal ob und welche Geräte verwendet werden, die Staffelung fällt weg. Wer bisher nur ein oder kein Gerät angemeldet hatte, muss von nun an also tiefer in die Tasche greifen.

Gleiches gilt beim Verschicken von Briefen. Die Kosten für Standardbriefe bis 20 Gramm werden um drei Cent angehoben. Ein normaler Brief kostet statt 55 jetzt 58 Cent. Erstmals seit 15 Jahren wird das Briefporto damit erhöht. Die alten Marken behalten aber auch weiterhin ihren Wert. Bei Verwendung muss lediglich eine zusätzliche Drei-Cent-Marke aufgeklebt werden. Von Ursula Gnadl

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