Agentur für Arbeit Weilheim: Wechsel an Spitze der Arbeitslosenversicherung

Wackenhut folgt auf Lex

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Abschied und Neubeginn. V.li.: Michael Schankweiler, Vorsitzender Geschäftsführung Arbeitsagentur Weilheim; Natascha Almer, alternierende Vorsitzende Verwaltungsausschuss; Monika Lex, bisher Geschäftsführerin operativ; ihr Nachfolger Oliver Wackenhut und Dietmar Ahl, alternierender Vorsitzender Verwaltungsausschuss.

Landkreis – Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur (AA) Weilheim, Michael Schankweiler, verabschiedete zusammen mit den alternierenden Vorsitzenden des Verwaltungsausschusses, Dietmar Ahl und Natascha Almer, Ende 2018 Monika Lex, langjähriges Mitglied der Geschäftsführung, in den Ruhestand.

Lex war über 40 Jahre für die Bundesagentur für Arbeit (BA) tätig und davon 34 Jahre in der Agentur Weilheim. In den letzten zwölf Jahren verantwortete sie als Geschäftsführerin operativ den gesamten Aufgabenbereich der Arbeitslosenversicherung. Mit dem Agenturleiter und den Führungskräften der Agentur Weilheim setzte sie die Reformen vor Ort um, die aus dem ehemaligen Arbeitsamt Weilheim einen modernen Dienstleister machten.

„Mit Frau Lex verlieren wir eine erfahrene, engagierte Kollegin, die sowohl den Arbeitsmarkt als auch die internen Strukturen bestens kannte und immer kompetent und rechtzeitig auf Veränderungen und Herausforderungen reagieren konnte“, dankte ihr Schankweiler. „Die Zusammenarbeit mit Monika Lex war in all den Jahren sehr gut und stets konstruktiv“, betonte Ahl zum Abschied. Seine Kollegin Almer wünschte Lex für den neuen Lebensabschnitt vor allem Gesundheit und eine schöne Zeit.

Zum neuen Geschäftsführer operativ hat der Vorstand der BA Oliver Wackenhut (36) bestellt. Wackenhut, der 2016 und 2017 bereits das Jobcenter in Landsberg leitete, verantwortete zuletzt den Controlling- und Finanzbereich für die Arbeitsagenturen in Augsburg, Donauwörth, Ingolstadt und Kempten-Memmingen sowie den dazugehörigen 14 Jobcentern. Der Vater eines Sohnes lebt mit seiner Familie im südlichen Augsburg und ist seit 2000 für die BA tätig. Aufgrund unterschiedlicher Tätigkeiten und diverser Führungsfunktionen bringt er einen fundierten Erfahrungsschatz mit.

„Der Arbeitsmarkt in unserer Region hat sich in den vergangenen Jahren hin zu einem arbeitnehmerorientierten Markt entwickelt. Das heißt, dass sich Arbeitgeber zusehends immer mehr um einen Arbeitnehmer bemühen müssen, ehe sich dieser für ein Unternehmen entscheidet“, zeigt sich Wackenhut seiner Verantwortung bewusst und stellt fest: „Gleichzeitig verändern sich durch die Digitalisierung und den rasanten technischen Fortschritt die Anforderungen an die Qualifikationen und Fertigkeiten der Arbeitnehmer.“ Mit seinen Mitarbeitern will er deshalb in den nächsten Jahren an zwei Schwerpunkten arbeiten: Die anvertrauten Menschen „durch passgenaue Qualifizierungen an die Anforderungen von morgen heranführen“ und damit „einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten“. Ebenso gelte es die Berufsberatung an den Schulen in der Region weiterzuentwickeln, die Anzahl der Berufsberater soll bis 2021 nahezu verdoppelt werden.

Wackenhut will die Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern in der Region ausbauen. Dabei wird „der Fokus auf der Beratung von Arbeitgebern zu Entwicklungen und Trends am Arbeitsmarkt und der Möglichkeiten zur Qualifizierung und Weiterbildung beschäftigter Arbeitnehmer liegen“. Alleine dafür habe seine Agentur für 2019 ein Budget von 3,5 Mio. Euro vorgesehen.

Von Kreisbote

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