Gelungenes Lehrlingsprojekt in Peißenberg

Elektrotankstelle bei Agfa eröffnet 

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Stolz auf die Azubis (v.li.): Herbert Klein, Geschäftsführer Dr. Hans Joachim Vedder, Ausbildungsleiter Bernd Geiger und Schlosser Josef Schichl.

Peißenberg – „Wir wollten etwas schaffen, das auch Anwendung findet“, sind sich Bernd Geiger, Ausbildungsleiter der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH und Werksleiter Herbert Klein einig. Und das ist gelungen: Vier Fahrräder stehen regelmäßig in der Elektrotankstelle, die 33 Lehrlinge der Ausbildungsberufe Elektroniker und Industriemechaniker auf dem Firmengelände realisiert haben. 

Auch der Elektroroller eines Angestellten bezieht seinen Strom bereits während der Arbeitszeit in dem Häuschen am Eingang des Geländes. 

„Wir bilden unseren Nachwuchs selber aus“, zeigte Klein sich bei der Eröffnung der ersten Tankstelle ihrer Art in Peißenberg stolz. Nach anfäng- lichen Ideen wurde mit Computern millimetergenau geplant. Die Ausbildungsleiter standen den Auszubildenden dabei mit Rat und Tat zur Seite, doch die Umsetzung des ganzen Projekts durften die Jugendlichen alleine bewerk- stelligen. Bei Problemen und Fragen gab es natürlich Hilfe.  

„Es war viel Vorarbeit nötig“, erklärte Geiger die Entstehung der Tankstelle. Doch diese erleichterte die anschließenden Arbeitsschritte erheblich. „Wenn alles gut geplant ist, ist das Zusammenbauen fast wie Legobauen.“ Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Photovoltaikpaneele auf dem Dach nutzen die Sonne, und die so gewonnene Energie wird in Batteriepufferspeichern gesammelt. Etwas über zwei Kilowattstunden können auf diese Weise erzeugt werden. „Das genügt, um vier E-Bikes vollständig zu laden“, verdeutlichte Geiger die Leistung. Auch wenn es bewölkt ist, kann der  gespeicherte Strom genutzt werden. Hierfür müssen die Radlfahrer den Akku in ein Ladegerät stecken. Nach zweieinhalb Stunden ist die Batterie  wieder voll geladen und bereit für den Heimweg. „Ein Kollege fährt jeden Tag aus Weilheim mit seinem E-Bike zur Arbeit“, freute sich Geiger über die bereits angelaufene Nutzung der Elektrotankstelle. Auch wenn sich mehr Mitarbeiter für die umweltfreundliche Fortbewegung entscheiden, gibt es kein Problem: „Von Anfang an wurde so geplant, dass eine Erweiterung möglich ist.“       Von Ursula Gnadl 

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