Hier blüht Bayern besonders schön

44 Ehrungskandidaten werden bei der Aktion Bayern blüht – Naturgarten ausgezeichnet

Menschen im Garten
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Die Gartenplaketten an die fleißigen Gärtner überreichten Wolfgang Taffertshofer (2.v.li.) und Heike Grosser (2.v.re.)

Oberhausen – „Zuerst hatte ich einen Garten, jetzt hat der Garten mich.“ Vize-Landrat Wolfgang Taffertshofer (BfL) bemühte in seinem Grußwort bei der Auszeichnung „Bayern blüht – Naturgarten“ ein Zitat, dass vermutlich alle Ehrungskandidaten bestätigen konnten. Gleich 44 Gartenbesitzer erhielten kürzlich gestaffelt in vier Terminen ihre Urkunden und die Plaketten für den Gartenzaun. 

Mit der Anzahl ist der Landkreis Weilheim-Schongau „bayernweit führend“, wie Taffertshofer im Rahmen der Ehrungszeremonie auf dem Areal der Staudengärtnerei Spatz und Frank am Kreilhof bei Oberhausen stolz feststellte. Mit ein Grund für die rege Teilnahme an der Prämierung sei das Engagement von Heike Grosser, der Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege: „Sie ist sehr aktiv. Jedes Zertifikat, das wir vergeben, ist auch ein Zertifikat für sie“, lobte Taffertshofer.

Im Mittelpunkt der Zeremonie standen aber natürlich die Ehrungskandidaten. Es sei nicht selbstverständlich, so betonte der Vize-Landrat, dass selbige ihre Gärten für die kritischen Augen der Prüfer geöffnet hätten: „Der eigene Garten ist immer auch ein Spiegel der eigenen Seele.“ Zudem galt es strenge Kriterien zu erfüllen: Keine Pestizide, keine synthetischen Dünger, kein Einsatz von torfhaltigen Substraten und eine hohe biologische Vielfalt waren Pflicht. Hinzu kamen weitere Kriterien aus den Bereichen „Naturgartenelemente“ sowie „Nutzgarten“. Das Gütesiegel ist also eine Qualitätsauszeichnung: „Mit Ihrer Gartenplakette ‚Bayern blüht – Naturgarten‘ sind Sie für Nachbarn und Bevölkerung ein Vorbild für behutsamen Umgang mit der Natur und bereichern die örtliche Gartenkultur durch einen blühenden, belebten und vielseitigen Garten“, steht auf Urkunde und Plakette geschrieben.

Im Rahmen der Ehrungszeremonie mit Taffertshofer standen zahlreiche Pollinger Vertreter auf der Auszeichnungsliste. Über das Areal des Gartenbauvereins Polling war in der Ehrungslaudatio zum Beispiel von einem „Naturgarten wie aus dem Bilderbuch“ die Rede. Auch einer Gärtnerin aus Penzberg wurde die Plakette überreicht – nämlich an Gabriele Andres. Ihr Senkgarten wurde von den Zertifizierern als „Insektenparadies“ eingestuft. Über den Garten der Familie Schmid aus Polling hieß es wiederum: „Ein Garten, in dem man sieht, dass Natur nur mit Mühe in Zaum gehalten werden kann.“ Insgesamt wurden heuer Gärten aus 18 Gemeinden und Städten im Landkreis Weilheim-Schongau prämiert.

Die Aktion „Bayern blüht – Naturgarten“ soll 2021 fortgeführt werden. Dann stehen voraussichtlich zwölf Zertifizierer zur Verfügung, die jeweils zu zweit die Gärten besuchen. Organisiert werden soll das Ganze wieder von Heike Grosser in Kooperation mit dem Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege sowie dem Netzwerk Gartenwinkel-Pfaffenwinkel.

Von Bernhard Jepsen

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