Flächenverbrauch bremsen

Aktionsbündnis soll Volksbegehren unterstützen

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Bei der Gründung des Aktionsbündnisses.

Landkreis – Circa 20 VertreterInnen von ÖDP, Bund Naturschutz, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (ABL) und Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) waren der Einladung der Kreisgrünen zur Gründung des Aktionsbündnisses „Betonflut eindämmen“ gefolgt.

Für die zweite Phase des Volksbegehrens sollten Bündnispartner vor Ort gefunden werden, die im Vorfeld der zweiwöchigen Eintragungsphase an Ständen informieren und die Bürger zur Unterstützung animieren, so die Intention der Grünen. Wann das Volksbegehren durch den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof zugelassen wird und der Startschuss zum Sammeln von rund eine Mio. Unterstützern fällt, ist ungewiss.

Derzeit werden in Bayern täglich circa 13 Hektar Grünland versiegelt, wie der Grünen-Kreisverband mitteilte. Nach der von der Bundesregierung initiierten nationalen Nachhaltigkeitsstrategie soll dieser Verbrauch – heruntergerechnet auf Bayern – auf täglich fünf Hektar beschränkt werden. Anja Schierloh kündigte die tatkräftige Unterstützung des LBV an: „Den Flächenverbrauch und den Verlust von Natur und Landschaft in Bayern zu begrenzen, liegt in unser aller Interesse. Daher wollen wir die Menschen vor Ort mobilisieren und gemeinsam das Volksbegehren ‚Betonflut eindämmen‘ zum Erfolg führen.“

„Es geht uns nicht um utopische Forderungen oder darum, dass gar nichts mehr gebaut werden darf. Es geht uns darum, klüger und sparsamer zu bauen, um unsere Tier- und Pflanzenwelt zu bewahren, die als unsere Lebensgrundlage unbedingt schützenswert ist“, betonte Landtagskandidat Andreas Krahl. Für jene, die befürchten, dass eine Deckelung des Flächenverbrauchs die Wirtschaft lahmlegen und Arbeitsplätze kosten könnte, hatte Krahl eine Antwort parat: „Wir haben derzeit 11 000 Hektar Fläche, die bereits als Gewerbegebiete ausgewiesen aber ungenutzt sind. Das alleine würde uns die nächsten zehn Jahre reichen, ohne dass ein Quadratmeter zusätzliche Fläche verbraucht wird“, erklärte er. Problematisch sei der große Flächenverbrauch auch, weil versiegelte Flächen die Überschwemmungsgefahr erhöhen. In der Landwirtschaft werde er ebenfalls kritisch gesehen, weshalb der Bauernverband an der Unterstützung des Aktionsbündnisses interessiert sei. Das Volksbegehren hat derzeit 38 Bündnispartner. 

Von Kreisbote

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