"Das war Gänsehaut pur !"

Brücke Oberland, Polizei, Feuerwehr und weitere Rettungsdienste zeigen Unfälle und erklären, wie sie vermeidbar sind

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Für die Rettungsdienste „nur“ eine Übung. Für die Teilnehmer des Aktionsabends „Discofieber“ gab es Schockmomente am laufenden Band und lehrreiche Einsichten.

Weilheim – „Highway to Hell“, dieser Titel passte perfekt als Einstieg in den Aktionsabend „Discofieber“ in der Stadthalle.

Seit rund 15 Jahren veranstaltet der Verein „Die Brücke“ in Kooperation mit den Freiwilligen Feuerwehren, der Polizei, der Verkehrswacht, den Rettungsdiensten und der Landeszentrale für Gesundheit dreimal im Jahr Aktionsabende unter diesem Titel. Zielgruppe sind Fahrschüler, junge Fahrer und Verkehrsteilnehmer, die die Veranstaltung aufgrund einer gerichtlichen Auflage besuchen.

Sie besteht aus einem Theorieteil, bei dem Rettungsdienste Unfälle schildern und Schockvideos vorführen, die Unfallabläufe wie auch die Folgen drastisch zeigen. Im zweiten Teil ist ein Unfallszenario aufgebaut. Bei der jüngsten Veranstaltung in der Stadthalle und auf dem Volksfestplatz waren etwa 30 junge Frauen und Männer eingeladen.

„Wir wollen euch heute nicht mit erhobenem Zeigefinger und als Oberlehrer mahnen, sondern zeigen, wie Verkehrsunfälle passieren“, sagte Moderator Werner Hoyer von der Gebietsverkehrswacht Schongau in der kurzen Begrüßung. Drastisch gezeigt wurde das anhand von Filmen. Zu Wort kamen auch Feuerwehrleute, Polizisten, ein Notarzt und Notfallseelsorger.

Die Frage nach dem „Wie konnte das passieren?“ war für die Teilnehmer unschwer zu beantworten. Die Ursachen sind Alkohol, Drogen, unangepasste Geschwindigkeit, nicht angeschnallte Personen, Selbst-

überschätzung und seit einigen Jahren die Ablenkung durch das Handy. Die Mobiltelefone haben inzwischen den Alkohol von der ersten Stelle verdrängt. Petra Keller, Mitarbeiterin der Brücke Oberland, wartete mit aktuellen Unfallzahlen auf.

Im anschließenden Praxisteil wurde ein nächtlicher Verkehrsunfall mit zwei Kleinwagen realistisch inszeniert. Dabei wurden die Jugendlichen als Unfallmelder und Helfer in die Pflicht genommen. „Das war schon schockierend. Ich werde als künftige Fahrerin oder Beifahrerin weder Alkohol noch Handys am Steuer dulden“, erklärte eine 16-jährige Fahrschülerin. Ein 18-jähriger Wielenbacher war vom Unfallgeschehen sichtlich getroffen. „Das war Gänsehaut pur“, sagte er.

Mehr Fotos unter www.kreisbote.de.

Von Georg Müller

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