Informativ und aufwühlend

Zwei Aktionen zum Tag der Menschenrechte auf dem Weilheimer Kirchplatz

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Kleine Gäste beim Menschenrechts-Aktionstag auf dem Weilheimer Kirchplatz.

Weilheim – „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ So beginnt die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 verabschiedet wurde. Um auf das Jubiläum und die Menschenrechte aufmerksam zu machen, hatte das Solidaritätsbündnis Asyl im Oberland mit der Agenda 21 Weilheim, mit Slow Food Pfaffenwinkel, amnesty international und dem Mensch.Macht.Heimat-EU-Projekt der Herzogsägmühle einen Stand auf dem Kirchplatz organisiert.

Susanne Seeling, die neben ihrem ehrenamtlichen Engagement für das Solidaritätsbündnis von Asyl im Oberland hauptberuflich für das EU-Bildungsprojekt „Mensch.Macht.Heimat“ und die NGO Netzwerk Klimaherbst e.V. arbeitet, berichtet: An dem Stand wurde über Menschenrechte informiert, diskutiert und es konnten Petitionen für inhaftierte oder verfolgte MenschenrechtsaktivistInnen unterschrieben werden. Die Petitionen liegen im Eine Welt Laden Weilheim aus. Herzstück der Veranstaltung war der „Weihnachtsbaum der Menschenrechte“, der von Standbesuchern mit selbstgebastelten „Menschenrechtsweihnachtskugeln“ geschmückt wurde. Dabei stand die Fragen im Raum, welche Menschenrechte im Alltag wirksam sind und wie jeder Einzelne für ihre Einhaltung eintreten kann.

Am Abend lief im Agenda-Kino im Starlight der Dokumentarfilm „Klimafluch – Klimaflucht“. 100 Besucher sahen den aufwühlenden Film, der drastische Auswirkungen des Klimawandels in verschiedenen Regionen der Welt zeigt, Betroffene und Wissenschaftler zu Wort kommen lässt. Das Publikum erfuhr, dass die Auswirkungen des Klimawandels keine düsteren Zukunftsdystopien, sondern bereits Realität sind. Auch in Deutschland: Der gerade erschienene Klima-Risiko-Index der NGO Germanwatch macht für 2018 nach Japan und den Philippinen Deutschland an dritter Stelle der Nationen aus. Untersucht werden für diesen Wert die menschlichen Auswirkungen (Todesopfer) und direkte ökonomische Verluste (Quelle: Germanwatch). Im Filmgespräch mit Regisseur Dr. Thomas Aders und Seeling wurden Aspekte diskutiert. Das Publikum beschäftigte die Frage nach individuellen und politischen Handlungsmöglichkeiten sowie ihrer Gewichtung.

Von Kreisbote

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