Murnauer Aktionstag zeigt am 16. November Möglichkeiten in der Region auf

Zurück in den Beruf

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Hoffen auf viele Besucher beim Aktionstag: Hi.v.li.: Tina Pöhlandt (Jobcenter Garmisch-Partenkirchen), Maria Vogl (Agentur für Arbeit), Elisabeth Merz (Frau & Beruf), vo.v.li.: Jan-Ulrich Bittlinger (Wirtschaftsförderer) und Renate Frommbeck (Frau & Beruf).

Murnau – Eine Pause durch die Elternzeit, eine berufliche Auszeit zur Pflege Angehöriger oder einfach der Wunsch nach Veränderung – etwa nach einem Umzug: Die Gründe, warum jemand einen neuen Job sucht, sind vielfältig. Bei der Neuorientierung möchten die Organisatoren des Aktionstages „Jobvielfalt in der Region“ helfen.

„Es geht viel mehr als man denkt in der Gegend. Es gibt nicht nur die großen Arbeitgeber, sondern auch zahlreiche Mittelständler“, ermutigt Renate Frommbeck, Projektmanagerin bei der Servicestelle „Frau & Beruf“, die den Aktionstag 2017 ins Leben gerufen hat. Gemeinsam mit Innovationsquartier, Agentur für Arbeit, Jobcenter und Gleichstellungsstelle des Landratsamtes wurde in den letzten Monaten nun am Gelingen der zweiten Auflage getüftelt. 27 Aussteller haben sich einen Stand auf der kleinen Messe, die am Freitag, 16. November, von 9 bis 12.30 Uhr im Innovationsquartier in der James-Loeb-Straße 11 stattfindet, gesichert. Die Hälfte sind potenzielle Arbeitgeber, die andere Hälfte beratende Angebote wie Weiterbildungsinstitute. Bei der Akquise waren den Organisatoren der Branchenmix und das zusätzliche Angebot von Möglichkeiten abseits typischer Frauenberufe wichtig.

„Die Hemmschwelle soll dabei ganz niedrig sein“, sagt Tina Pöhlandt vom Garmischer Jobcenter. „Jeder soll sich willkommen fühlen.“ Und das gilt nicht nur für Frauen. Auch Männer sind eingeladen, sich zu informieren.

„Es ist oft schwierig, nach Familienaufgaben, eine Stelle zu finden, die der Qualifikation entspricht“, weiß Maria Vogl. Daher sei ganz bewusst darauf geachtet worden, dass alle Qualifikationsniveaus bei dem Aktionstag angesprochen werden. Die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt in der Weilheimer Agentur für Arbeit macht Mut: „Der Bedarf an Fachkräften ist da. Wann, wenn nicht jetzt, sollte man diese Chance nutzen.“

Auch Murnaus Wirtschaftsförderer Jan-Ulrich Bittlinger sät Zuversicht: „Vollbeschäftigung heißt, dass es schwieriger wird, Stellen zu besetzen.“ Daher seien Unternehmen oft gewillt, auch flexiblere Modelle anzubieten.

Allerdings appelliert Elisabeth Merz von „Frau & Beruf“ auch an die Bewerber: „Man muss sich selbst etwas bewegen und sein enges Korsett ausziehen.“ Denn nur, wenn auch die Bewerber bereit dazu seien, sich beispielsweise zeitlich nicht nur auf die Vormittage festzulegen, könnten Unternehmen passende Stellen schaffen. Neben dem Gespräch mit den Ausstellern können die Besucher des Aktionstages von konkreten Angeboten wie etwa einem Bewerbungsmappencheck profitieren. Außerdem gibt es einen Vortrag zum Thema „Erfolgreiche Frauen in der Arbeitswelt“ sowie die Präsentation von lokalen beruflichen Erfolgsgeschichten.

Von Ursula Gallmetzer

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