Albanienhilfe ermöglicht zwei jungen Frauen aus Elbasan Deutschkurs in Weilheim

Chance auf ein besseres Leben

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Evelyn Huber mit ihren „Schützlingen“ Denalda (re.) und Argenta, die in Weilheim viel Neues lernen und in Albanien ein besseres Leben als ihre Eltern führen möchten.

Weilheim – „Es ist alles so sauber und ordentlich. Die Menschen sind sehr freundlich“, schildert Denalda (18) ihre ersten Eindrücke von Weilheim. Argenta (19) neben ihr nickt. 

Auf Initiative der Albanienhilfe Weilheim verbringen die jungen Frauen aus Elbasan zwei Monate hier und büffeln fleißig Deutsch.

Schule und Ausbildung sind Mangelware in Albanien, wo Korruption auf der Tagesordnung steht und 80 Prozent der Jugendlichen arbeitslos sind. Denalda und Argenta hatten Glück. In Elbasan fanden sie Aufnahme im „Haus Antonia“, einem Projekt der Albanienhilfe Weilheim. Hier besuchen sie eine Schule, studieren Fremdsprachen, lernen kochen und Informatik. Im „Haus Antonia“, hofft Evelyn Huber, Vorsitzende der Albanienhilfe Weilheim, sollen „Mädchen wie Denalda und Argenta eine berufliche Perspektive erhalten“.

Im Sprachkurs, den ihnen das Bildungskolleg Weilheim kostenlos gewährt, kommen die Schülerinnen zielstrebig voran. Stadtpfarrer Dr. Ulrich Lindl stellt ihnen im Pfarrhaus ein schönes Zimmer bereit. An den Wochenenden laden die Mitglieder der Albanienhilfe zu Ausflügen ins Umland ein. 

Trotz der schwierigen Verhältnisse in ihrer Heimat steht für Denalda und Argenta außer Frage, dass sie wieder nach Albanien zurückkehren wollen. „Die Mädchen, wie sie hier sitzen, sind die Zukunft Albaniens. Ein Zertifikat aus Deutschland wird ihnen daheim viele Türen öffnen“, ist Huber überzeugt und setzt auf einen weiteren Austausch. 

250 000 Euro investiert die Albanienhilfe jährlich in ihre verschiedenen Projekte, da ist jeder Euro als Spende willkommen. Mehr Infos auf der Homepage www.albanienhilfe-weilheim.de.

Von Maria Hofstetter

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