Rennstrecke der Alpen-Offroader auf Alter Bergehalde genehmigt

Grünes Licht für "Alpenring"

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Noch ist auf der Alten Bergehalde vom „Alpenring“ nicht viel zu sehen. Die Alpen-Offroader haben das Gelände aber bereits ausgeholzt, planiert und rund 120 Tonnen Kies verteilt. Aufgrund von Vandalismus wird das Grundstück inzwischen videoüberwacht.

Peißenberg – Die Alpen-Offroader haben Großes vor: Der Modellbauverein möchte auf der Alten Bergehalde eine Rennstrecke für funkferngesteuerte „Radio-Control-Cars“ errichten (wir berichteten). Der Bauausschuss des Marktrats hat auch bereits grünes Licht für den „Alpenring“ gegeben und den eingereichten Bauantrag in seiner jüngsten Sitzung einhellig genehmigt.

Doch für die Alpen-Offroader bleibt ein Problem: Der Pachtvertrag für das rund 2 100 Quadratmeter große Gelände im nördlichen Haldenbereich kann von der Gemeinde jederzeit gekündigt werden. „Die Rennstrecke passt da oben neben der BMX-Bahn und dem Verkehrsübungsplatz sehr gut hin“, erklärte Bürgermeisterin Manuela Vanni im Ausschuss. Allerdings könnte es sich nur um ein kurzes Intermezzo und eine „Rennstrecke auf Zeit“ handeln. Das gesamte Areal soll im Zuge des neuen Städtebauförderprogramms „Stadtumbau-West“, in das die Gemeinde erst vor Kurzem gewechselt ist, neu überplant werden. „Wenn es blöd läuft, dann muss die Rennstrecke dort bald wieder weg. Das sollte man dem Verein klar sagen“, betonte Vize-Bürgermeister Hans Streicher in der Ausschusssitzung. Konkrete Vorstellungen, welcher städtebaulichen Nutzung die Alte Bergehalde einmal zugeführt werden soll, gibt es derzeit aber noch nicht: „Da oben könnte rein theoretisch alles passieren. Es macht keinen Sinn, jetzt darüber zu spekulieren“, bestätigt Marktbaumeister David Oppermann auf Anfrage. Im Lager der Alpen-Offroader hofft man hingegen darauf, dass zumindest die vorläufig vereinbarte Vertragslaufzeit bis 2017 von der Gemeinde eingehalten wird. „Wir dürfen jetzt gar nicht dran denken, dass wir dort vielleicht bald wieder weg müssen. Das wäre vereinsintern eine Bremse“, sagt Marc Wenzl, der Vize-Präsident der Alpen-Offroader. Der Verein will den „Alpenring“ allein durch Eigenleistung errichten und die Baukosten von rund 30 000 Euro über Beiträge und Spenden finanzieren. Nach den Planungen soll der Rennkurs rund 300 Meter lang und mit mehreren Sprunghügeln versehen werden. Am Rande der Kies-Fahrbahn sind zudem die Errichtung eines knapp sechs Meter hohen Fahrerpodests und die Aufstellung eines Lagercontainers angedacht. Den professionellen Fahrbetrieb auf der Rennpiste möchten die Alpen-Offroader bereits im nächsten Jahr aufnehmen. Später soll der „Alpenring“ dann auch einmal Schauplatz von internationalen Meisterschaften sein.

Von Bernhard Jepsen

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