Gegen den Fachkräftemangel

"Altenpflege ProAktiv": Willkommensfest für Teilnehmer

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Zu sehen ist ein Großteil der jungen Leute, die ab September die Qualifizierung zum/r examinierten AltenpflegerIn starten.

Weilheim – Bereits heute fehlen in den Pflegeberufen bundesweit zahlreiche Fachkräfte, auch im Agenturbezirk Weilheim. Daher entstand die Idee, künftige Fachkräfte für Deutschland auch aus dem europäischen Ausland zu gewinnen – womit die Arbeitsagentur ein positives Signal setzen möchte.

Vor Kurzem fand die Willkommensveranstaltung für 26 Teilnehmer aus Spanien, Slowenien und der Slowakei im Weilheimer Pfarrheim „Miteinander“ statt. Die künftigen Fachkräfte kamen im Rahmen des neuen Projektes „Altenpflege ProAktiv“ nach Deutschland. Im Agenturbezirk Weilheim können die vakanten Stellen im Altenpflege-Bereich seit längerer Zeit nicht mehr durch das lokale Angebot an Arbeitskräften gedeckt werden. Zusammen mit der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) sowie dem Internationalen Personalservice (IPS) wurde daher das Pilotprojekt „Altenpflege ProAktiv“ ins Leben gerufen (wir berichteten). In diesem Projekt wird Männern und Frauen aus dem europäischen Wirtschaftsraum ermöglicht, hier eine Qualifizierung zum examinierten Altenpfleger zu absolvieren und somit einen anerkannten Berufsabschluss zu erhalten. Bis zum Beginn der Qualifizierung Anfang September werden die Bewerber als Helfer in der Altenpflege in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis in Teilzeit bei den Einrichtungen angestellt und absolvieren gleichzeitig einen berufsbezogenen Deutschkurs.

Anja Seibold, EURES („European Employment Services“)-Beraterin in der Agentur für Arbeit Weilheim, übernahm dabei die Federführung und rekrutierte zusammen mit der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) und dem Internationalen Personalservice (IPS) geeignete Bewerber aus dem europäischen Ausland. Ein mittlerer Bildungsabschluss, die Grundkenntnisse der deutschen Sprache, aber vor allem das Interesse an einer Ausbildung im Bereich der Altenpflege waren bei der Auswahl die wichtigsten Kriterien. Nach zwei „Speed-Dating“-Terminen im Januar und Februar, bei denen sich die interessierten Arbeitgeber und Pflegeeinrichtungen sowie die Bewerber kennenlernen konnten, fanden 26 Teilnehmer einen Ausbildungsplatz in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Fürstenfeldbruck und Landsberg. Die Förderung dieser Qualifizierung übernimmt die Agentur für Arbeit Weilheim.

„Unsere Aufgabe in den kommenden Jahren wird es sein, Hand in Hand mit unseren Partnern aus Bildung, Verwaltung, Politik und Wirtschaft eine lebendige Willkommenskultur zu schaffen und Sie aktiv bei der dauerhaften Integration zu unterstützen. Wir möchten Ihnen hier nicht nur eine Ausbildung beziehungsweise Umschulung ermöglichen, sondern wir wünschen uns natürlich auch, dass Sie sich bei uns hier wohl fühlen und sowohl im Arbeits- als auch im privaten Umfeld schnell integriert werden“, betonte Monika Lex, Geschäftsführerin der Agentur an diesem Abend.

Der erste Schritt, damit sich die künftigen Fachkräfte in der Region wohlfühlen, war das Willkommensfest. Wie wichtig das sei, betonten Landrätin Andrea Jochner-Weiß (Weilheim-Schongau) sowie der Wirtschaftsförderer Sebastian Kramer (Garmisch-Partenkirchen) in ihren Begrüßungsworten. 

Von Kreisbote

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