Alzheimer Gesellschaft Pfaffenwinkel-Werdenfels wird Modellregion – Aus fürs "Demenz-Mobil"

Gute und schlechte Nachrichten

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Petra Stragies (2.v.re.) und Burkhard Hartmann (re.) zeichneten im Rechenschaftsbericht für 2017 ein überwiegend positives Bild.

Weilheim – Im 15. Gründungsjahr gab es auf der Jahreshauptversammlung der Alzheimer Gesellschaft zwar überwiegend gute, aber auch schlechte Nachrichten für die Mitglieder.

Zu den guten Nachrichten zählte die erste Vorsitzende Petra Stragies die gelungene Jubiläumsfeier im November in der Apostelkirche – aufgrund des Geburtstages kamen fast 11 000 Euro an Spenden zusammen – und die Konsolidierung des Mitgliederstands bei circa 260 Mitgliedern.

Ebenso als gut gelungen fanden Veranstaltungen wie die Teilnahmen am ersten Weilheimer Gesundheitstag, an der zweiten Seniorenmesse, der gemeinsamen Demenzwoche mit der Stadtbibliothek sowie die Eröffnungen der Akutgeriatrien in Schongau und Weilheim positive Erwähnung im Rechenschaftsbericht. Für die langjährigen Helfer wurden im Fünfjahreszeitraum knapp 2 400 Gesamtstunden zusammengerechnet. Im Landkreis zeigt der Stundenrückblick für die pflegenden Angehörigen und Helfer in den 34 Gemeinden in der persönlichen Fachberatung 100 Stunden, in der telefonischen circa 160, per Mail etwa 90 und bei den Hausbesuchen der Fachkräfte circa 70 Stunden. Noch höher ist die geleistete Stundenzahl bei den Ehrenamtlichen. Bei ihnen addieren sich die Zahlen bei 35 aktiven Helfern auf rund 3 800 Stunden.

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen liegen die jährlichen Mittelwerte für die persönliche Fachberatung durch den Verein bei circa 70 Stunden, telefonisch betragen sie 92, per E-Mail circa 23 und die der Fachkräfte bei Hausbesuchen etwa 30 Stunden. Insgesamt beträgt die Stundenzahl der Ehrenamtlichen bei sieben Helfern rund 940. Stolz ist der Verein auf die Bestätigung als zweite Modellregion für die bundesweite Initiative Demenz-Partner. Ziel für die oberbayerische Initiative ist, die Region zwischen Ammersee und Zugspitze in den kommenden Jahren demenzfreundlicher zu gestalten. Zu den negativen Nachrichten gehört das vorläufige „Aus“ für das heuer mit viel Euphorie angekündigte Projekt „Demenz-Mobil“. Mit dem Fahrzeug sollten in der Region in Rathäusern, Schulen und therapeutischen Einrichtungen Beratungen und Schulungen zum Thema angeboten werden. Der Kreisausschuss lehnte die Finanzierung der Idee ab.

Kernaufgabe wird 2018 die verstärkte Aufklärungsarbeit sein, um Vorurteile gegenüber an Demenz Erkrankten weiter abzubauen.

Mehr Informationen, die Termine 2018 und Ansprechstellen sind zu finden auf der Website www.alzheimer-werdenfels.de. 

Von Georg Müller 

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