Ammerbrücke befahrbar

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ILJA SIEGEMUND, Weilheim – Mehr als zehn Monate hat es gedauert und die Geduld zahlreicher Autofahrer in Anspruch genommen. Nun ist es soweit: Der Verkehr rollt über Weilheims Ammerbrücke. „Für diesen kritischen Punkt haben wir eine sehr gute Lösung gefunden“, freute sich Weilheims zweiter Bürgermeister Ingo Remesch am Dienstagmorgen bei der offiziellen Verkehrsfreigabe. Auch der Leiter des staatlichen Bauamtes, Günther Grafwallner, zeigte sich zufrieden: „Nun kann der Winter kommen.“ Denn die Behelfsbrücke sei nicht wintertauglich, es bestehe Glättegefahr. Das 2,5 Millionen teure Bauvorhaben bringt für die Autofahrer einige Neuerungen mit sich. Auf der Lohgasse, die noch bis Dezember gesperrt ist, wird es eine Rechts- und Linksabbiegespur geben. Zudem ist eine so genannte intelligente Ampel an der Kreuzung Schießstattweg/Schützenstraße vorgesehen. Sie stoppt je nach Verkehrsdichte den stadtauswärts fahrenden Verkehr vor der Einmündung zum Schießstattweg. Somit blockieren Autofahrer, die auf die Schützenstraße abbiegen und über die 48 Meter lange Brücke fahren wollen, nicht mehr den Verkehr. Außerdem ist eine Abbiegespur von der Schützenstraße zum Schießstattweg vorgesehen. Selbiges gilt für die Autofahrer, die von der Brücke auf die Lohgasse und von dieser auf die Brücke einbiegen wollen. „Damit können wir die Einmündung auf die Münchener Straße entlasten“, erklärte Grafwallner die Maßnahmen. Die Erneuerung der Ammerbrücke war notwendig geworden, weil das bisherige Bauwerk aus den 60er Jahren im Laufe der Zeit „unter der Salzaufbringung des Winterdienstes litt“, wie Grafwallner sagte. Denn das Salz fresse sich in den Beton und dadurch in die Stahlträger. „Zwar wäre die Brücke nicht kaputt gegangen, aber man hätte sie runterstufen müssen“, ergänzt der Bauamtsleiter. Dies hätte zur Folge gehabt, dass keine Lkw mehr auf ihr hätten fahren können. „Das wäre ein Chaos für Weilheim gewesen.“ Zudem wurden Lehren aus dem Hochwasser gezogen: Die Unterkante der neuen Brücke ist um einen Meter höher. Im Laufe der Tage erfolgt die Asphaltierung der Zufahrtsrampen sowie das Auftragen der Fahrbahnmarkierung. Auch hierbei gibt es ein Novum: „Es wird ein Radweg markiert, so dass die Leute nicht auf dem Gehweg radeln müssen“, konstatiert Grafwallner. Damit das mühelos gelingt, ist die neue Brücke breiter: Beide Fahrspuren haben nun eine Breite von je 3,50 Meter und die beidseitigen Radwege sind 1,50 Meter breit. Für die Fußgänger ist der beidseitige Gehweg auf eine Breite von zwei Metern erhöht worden.

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