Raistinger analysieren Fehler zur Winterpause

Defizite in allen Bereichen

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Als Antreiber ist Raistings Coach Markus Ansorge im neuen Jahr gefragt, um den Abstieg zu verhindern.

Raisting – Alles andere als erfreulich lief die Saison für den SV Raisting.

Nachdem der SVR im September noch im Mittelfeld platziert war, folgte der Absturz. In den letzten neun Partien vor der Winterpause holte der Landesligist nur einen Punkt. Damit gehen die Raistinger als Letzte ins neue Jahr. „Da gibt es nichts zu beschönigen, das ist natürlich unbefriedigend“, sagte Vereinschef Herbert Weichart. Einen einzelnen Schuldigen für die Misere hat die Analyse, die er in dieser Woche zusammen mit dem Trainerstab vorgenommen hat, nicht ergeben. „Jeder hat dazu einen Teil beigetragen, die Spieler, die Trainer, die Betreuer und auch die Vorstandschaft“, räumte Weichart Defizite in allen Bereichen ein.

„Wir müssen alle an einen Strang ziehen“, lautet deshalb die Ansage von Coach Markus Ansorge, der zwischenzeitlich an das Aufhören dachte, sich vom Team und der Vereinsführung aber umstimmen ließ. „Klar habe ich mich auch selbst hinterfragt“, gab Ansorge zu. Er ist aber nach wie vor vom Team überzeugt, auch wenn es in einigen Mannschaftsteilen Pro-

bleme gab. Die Offensive ist mit 25 Treffern noch einigermaßen im Soll. Wobei die Treffer recht einseitig verteilt sind, da Max Baumgartner mit neun Toren herausragt. Bei vielen Spielen wurde deutlich, wenn er nicht trifft hat der SVR ein Problem, da beispielsweise Ludwig Huber nach seiner langwierigen Verletzung noch weit von seiner Normalform entfernt ist und ansonsten nur wenig wirklich torgefährliche Spieler im Team sind.

„Wir brauchen noch einen Schnellen außen“, sieht Ansorge entsprechend Handlungsbedarf. Das ist im Mittelfeld nicht der Fall, da sich dort viele absolut landesligataugliche Akteure tummeln. Die größere Problemzone bei den Raistingern ist die Abwehr. Mit 45 Gegentreffern stellt der SVR die zweitschlechteste Defensive der Liga. Den frühen Ausfall von Johannes Franz durch eine langwierige Knieverletzung konnten die Raistinger nicht kompensieren. Hinzu kam der Weggang von Fabian Klingl und Michael Stoßberger vor der Saison, wodurch viel Routine im Kader verloren ging. „Wir brauchen deshalb unbedingt einen Routinier in der Innenverteidigung, der die Jungen führen kann“, lautete der größte Weihnachtswunsch von Ansorge. Gespräche mit potenziellen Neuzugängen sind bereits geführt und werden in den nächsten Wochen auch noch intensiviert. „Jemand zu uns zu holen ist in der derzeitigen Lage aber nicht leicht“, sagte Weichart. Möglicherweise wird der Bedarf an Neuzugängen sogar noch größer, da der ein oder andere Spieler aus beruflichen oder persönlichen Gründen andeutete, nach der Winterpause zu gehen. „Da ist aber das letzte Wort noch nicht gesprochen“, meinte Ansorge.

Sein Ziel und das des Vereins im neuen Jahr ist vorrangig erst einmal den direkten Abstiegsplatz zu verlassen. „Mit der Relegation müssen wir uns auseinandersetzen“, sieht Weichart das Erreichen des Nichtabstiegsplatzes als fast unmöglich an. Sieben Wochen, ab Mitte Januar, hat Ansorge dann Zeit, um sein Team für den Abstiegskampf fit zu machen. „Das wird sehr intensiv, vor allem an der Physis werden wir extrem arbeiten“, prophezeit Ansorge seinen Mannen viel schweißtreibende Arbeit, die sich dann hoffentlich auf das Punktekonto auswirken wird.

Von Roland Halmel

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