Die "Neuen" sind da

Angelika Flock ist ab sofort die Nummer Zwei Weilheimer Rathaus

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Die neuen Mitglieder des Weilheimer Stadtrates zusammen mit Bürgermeister Markus Loth und seinen Stellvertretern Angelika Flock und Alfred Honisch (vorne Mitte).

Weilheim – Er hätte sich für die Aufnahme der neuen Stadträte eine andere Sitzung gewünscht.

So Bürgermeister Markus Loth bei der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrates, die angesichts der Corona-Krise nicht im Rathaus, ohne Händeschütteln und mit weiteren Einschränkungen stattfinden musste. Trotzdem war dem ein oder anderen neuen Gremiumsmitglied seine Freude durchaus anzumerken.

Ab jetzt ebenfalls in Weilheims Stadtrat vertreten sind: Franz Andrä (CSU), Hubert Schwaiger und Hans Vollmann (beide BfW), Manuel Neulinger, Brigitte Gronau, Dr. Stefan Emeis und Luise Nowak (alle Grüne), Andreas Halas und Gerd Ratter (beide ÖDP), Ullrich Klinkicht (Weilheim Miteinander) sowie Rüdiger Imgart (AfD).

Sie alle legten in der Stadthalle einen Eid beziehungsweise ein Gelöbnis ab und gehören nun für die nächsten sechs Jahre fest zum Gremium. In seiner Rede zu Beginn der Sitzung bat Loth die erfahrenen Stadträte Nachsicht mit den „Neuen“ zu haben. Gleichzeitig müssten diese aber akzeptieren, dass die kommunalpolitische Arbeit nicht am „heutigen Tag“ begonnen habe, sondern auf einiges aufbaue. Zudem solle der Maßstab bei „unserer Arbeit“ immer das Wohl der Allgemeinheit und der Stadt Weilheim sein. Allerdings fand Loth in seiner Rede nicht nur ernste Worte: „Kommunalpolitik soll auch Spaß machen“, zeigte sich das Stadtoberhaupt überzeugt.

Im Anschluss folgte die Wahl des zweiten und dritten Bürgermeisters. Für die Ämter schlug Loth Angelika Flock (CSU) und Alfred Honisch (Grüne) vor. Flock, die zuvor als dritte Bürgermeisterin agiert hatte, gab an, ihren Hut „gerne“ in den Ring zu werfen. Sie nehme damit den Auftrag der Wähler an, welche die CSU zur zweitstärksten Fraktion in Weilheim gemacht und ihr ein sehr gutes Stimmenergebnis eingebracht hätten. Sie sehe sich innerhalb dieses Amtes als „parteiübergreifende“ Vertretung des ganzen Stadtrats und von ganz Weilheim.

Honisch, der mittlerweile zum dritten Mal in den Stadtrat gewählt wurde, schätzte sich als „guten und genauen“ Zuhörer für die Belange der Bürger ein. Er wolle nicht nur repräsentative Aufgaben wahrnehmen, sondern unter anderem spürbar bei der Entwicklung Weilheims mitarbeiten und der Jugend mehr politisches Gehör verschaffen. Sowohl Flock als auch Honisch wurden im ersten Wahlgang mehrheitlich zur ersten Stellvertreterin beziehungsweise zum zweiten Stellvertreter bestimmt.

Gegen die Stelle eines dritten Bürgermeisters in Weilheim allgemein hatte sich zuvor wegen der Kosten Klinkicht ausgesprochen. „Ein dritter Bürgermeister ist eine wunderbare Sache solange die Sonne scheint.“ Angesichts der derzeitigen Situation schlug er vor, das Geld dafür zu sparen. Die anderen Stadträte sahen das allerdings nicht so und lehnten den Antrag ab.

Von Sofia Wiethaler

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