Angst vor der Wildsau – Beim Bauerntag Situation im Landkreis besprochen – Neue Landwirtschaftsmeister geehrt

In Eberfing wurden die neuen Landwirtschaftsmeister geehrt: (vo. v. li.) Georg Lang, Christian Stemmer, Peter Sepp, Brigitte Hofmann und Nikolaus Käser sowie (hi. v. li.) Dominikus Wiedemann, Markus Pröbstl, Andreas Jungwirth und Josef Schwab. Es gratulierten (vo. li.) Kreisobmann Wolfgang Scholz, Stellvertreter Hans Bonusch (hi. re.), Bezirkspräsident Anton Kreitmair (Mitte, re.), Kreisbäuerin Silvia Schlögel (hi. 2. v. re.) sowie Stellvertreterin Brigitte Albrecht (vo. re.) Foto: ola

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OLA, Eberfing – Wildschweine sorgen im Landkreis weiterhin für erhebliche Schwierigkeiten. „Die Sau ist ein Wahnsinnsproblem“, betonte Wolf- gang Scholz, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands (BBV), kürzlich beim diesjährigen Kreisbauerntag in der Eberfinger „Post“. Die Schäden seien gravierend. Scholz wusste von einem Landwirt zu berichten, der an Schlaflosigkeit leidet, „weil er befürchtet, dass die Sau kommt“. Viele Bauern haben ähnliche Sorgen. Scholz plädierte daher für eine Intensivierung der Schwarzwildjagd. Landwirt Michael Schlögel wünschte sich in Sachen Wildschwein mehr Aktivitäten vom Staatsforst. „Ich komme mir ein bissl alleine gelassen vor“, sagte der Peitinger in Richtung Markus Schmorell, Leiter des Weil­heimer Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Der reagierte gereizt. Er sei nicht der richtige Ansprechpartner. Schmorell fügte dann jedoch hinzu, dass es ihm „auf den Wecker geht, wenn die Jägerschaft den Staatsforst an den Pranger stellt, bevor sie vor der eigenen Haustür kehrt“. Scholz erklärte, er müsse den Staatsforst etwas in Schutz nehmen. Dieser tue durchaus etwas in Sachen Wildschweine. Darüber hinaus kam der Sachsenrieder auf das „schwierige Feld“ Vegetationsgutachten zu sprechen. Ein solches wird derzeit wieder erstellt, um die Verbisssituation zu prüfen. „Wir sind froh, dass es dieses Instrumentarium gibt“, sagte Scholz. Er appellierte an die BBV-Mitglieder, an den Waldbegehungen teilzunehmen: „Redet mit. Denn wir brauchen bei diesem Thema große Transparenz.“ In Eberfing stellte sich ferner der neue BBV-Bezirkspräsident Anton Kreitmair vor. Er rief die Mitglieder der Ortsverbände zur Mitarbeit auf. „Ihr habt es selber in der Hand, was wir aus unserem Verband machen.“ Dabei brauche man keine Ja-Sager, sondern gestandene Leute, die ihre Meinung kundtun. Kreitmair kündigte zudem politische Unabhängigkeit an. „Ich will mit den Besten der Besten zusammenarbeiten – egal aus welcher Partei.“ Sein Vorgänger Max Weichenrieder saß bis zum Jahr 2008 für die CSU im bayerischen Landtag. Vizelandrätin Andrea Jochner-Weiß (CSU) wünschte den versammelten Bauern, „dass die Hürden niedriger werden, die ihr zu bewältigen habt, und nicht immer höher“.

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