Höhere Gebühren ab September

Anhebung im städtischen Bürgerheim trifft die rüstigen und pflegebedürftigen Bewohner

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Tarifliche Lohnerhöhungen und höhere Tagessätze für Unterkunft und Verpflegung sind ursächlich für ein erneutes Anheben der Heimgebühren.

Weilheim – Das Leben im städtischen Bürgerheim wird ab September für die rüstigen und pflegebedürftigen Heimbewohner um durchschnittlich 2,29 Prozent teurer. Einstimmig hat sich damit der Stadtrat vor der Sommerpause dem Vorschlag des Hauptausschusses angeschlossen.

Die letzte Anpassung der Heimgebühren erfolgte im Mai 2019. Dass erneut an der Gebührenschraube gedreht werden muss, hatte Heimleiter Rainer Schlosser bereits in der Hauptausschusssitzung begründet. Neben den Kosten für Strom und Lebensmittel seien die Aufwendungen für das gesamte Personal erheblich gestiegen. In dem Tagessatz sind neben den Kosten für die Pflege auch die Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung, ein Ausbildungszuschlag und Investitionskostenanteil – sowie seit 1. August die vom Gesetzgeber neu eingeführte Ausbildungsumlage – enthalten.

Die Bilanz für 2019 wies in der „Vollstationären Pflege“ einen Jahresüberschuss von 51 233 Euro und im Bereich „Seniorengerechtes Wohnen“ von 15 176 Euro auf. Petra Arneth-Mangano schlug vor, einen Teil des Überschusses in Tablets für die Heimbewohner zu investieren. Heimleiter Schlosser hält jedoch das in der Corona-Zeit angeschaffte Tablet für „ausreichend“. Laut der SPD-Rätin sei darüber hinaus die Anschaffung einer Zahnarztausrüstung zu überlegen. Schlosser kündigte an, das Thema demnächst mit dem Arzt, der die Heimbewohner zahnmedizinisch betreut, zu erörtern.

Brigitte Gronau (Grüne), neue Stadtratsreferentin für das städtische Bürgerheim, dankte dem dort tätigen Team ausdrücklich „für die Sorgfalt und unermüdliche Tätigkeit“ in Zeiten von Corona. Gronau erkundigte sich nach dem Bioanteil in der Verpflegung. „Ein Teil der Lebensmittel ist bio“, berichtete Heimleiter Schlosser. Wegen des Einsatzes regionaler Produkte habe das Heim vor Jahren das Netzwerk „Unser Land“ kontaktiert, allerdings seien die benötigten Packungsgrößen nicht verfügbar gewesen. Die von einem Biobäcker gelieferten Waren hätten wohl nicht den Geschmack der Heimbewohner getroffen. Sie mussten, wie Schlosser in der Sitzung ausführte, nach „massivem Protest“ wieder abbestellt werden.
Von Maria Hofstetter
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