Ein Anker für die Stadtwerbung – Neue Wort-Bild-Marke soll das Profil der Kreisstadt schärfen

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MARIA HOFSTETTER; Weilheim – Mit seinem Image punkten und im interkommunalen Wettbewerb stärker wahrgenommen werden als bisher: Diese Ziele verfolgt der Standortförderverein mit der neuen Stadtmarke und einem neuen Logo, das sich die Stadt rechtlich schützen lassen wird. Im Interview mit KREISBOTEN-Redakteurin Maria Hofstetter äußerte sich Weilheims Standortförderer Stefan Frenzl zu den Hintergründen und Zielen. Mit seinem im Januar 2009 gestarteten Imageprojekt „Eine Stadtmarke für Weilheim“ hat der Standortförderverein die Weichen für eine neue Werbebotschaft gestellt. Worin liegt der Vorteil einer Stadtmarke? Stefan Frenzl: „Mit der neuen Weilheimer Stadtmarke kann Weilheim seine Identität und sein unverwechselbares Image kommunizieren und sich auf diese Weise deutlich in der Region positionieren. Die Stadtmarke bringt den Charakter Weilheims auf den Punkt. Sie ist Träger und Anker sämtlicher Stadtwerbung. Auf diese Weise kann sie für Weilheim eine Imageverbesserung erreichen. Eine Stadtmarke stellt weiterhin die Grundlage für ein Stadtwerbekonzept mit eigenständigem Corporate Design dar.“ Parallel zu Themenworkshops und Analysen mit Entscheidungsträgern aus Privatwirtschaft und Stadtpolitik wurden auch die Bürger um eine Bewertung ihrer Stadt befragt. Wie wurden die gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse verwertet? Stefan Frenzl: „Sowohl durch eine umfassende Imageanalyse als auch über die Antworten der BürgerInnen haben wir die wesentlichen Charakterzüge Weilheims herausarbeiten können. Das Ganze kann man sich als eine Art Verdichtungsprozess vorstellen. Als Essenz Weilheims kamen die Aspekte ‘Zentrale Lage, Einkaufen, Versorgung und Lebensqualität’ heraus. Die Aufgabenstellung für den Ideenwettbewerb wurde so gestaltet, dass eine neue Weilheimer Stadtmarke Bezug zu diesen Kernstärken nehmen sollte. Mit der Wort-Bild-Marke der Weilheimerinnen Konstanze Behrend und Dr. Sabine Vetter ist das 100-prozentig gelungen.“ Im Juli prämierte eine Fachjury um Bürgermeister Markus Loth den Slogan „Weilheim zieht an“. Die Suche nach einem kreativen Logo ging weiter. Warum? Stefan Frenzl: „Die Fachjury prämierte den Slogan „Weilheim zieht an“. Allerdings waren die mitgelieferten Logodarstellungen zu diesem Zeitpunkt noch nicht aussagekräftig genug. Der Standortförderverein beauftragte deshalb die Slogan-Ideengeberinnen mit der Ausarbeitung von neuen Layoutvorschlägen für eine Wort- Bild- Marke. Aus dem besten Layoutvorschlag wurde schließlich die neue Weilheimer Stadtmarke.“ Die Wort-Bild-Marke „Weilheim zieht an“ wirkt auf den ersten Blick sehr abstrakt und modern. Inwieweit bringt sie die charakteristischen Eigenschaften unserer Kreisstadt zum Ausdruck? Stefan Frenzl: „Ja, das neue Logo wirkt auf den allerersten Blick etwas fremd – etwa so wie Gemälde des Impressionisten Wassily Kandinsky. Der Betrachter muss sich die Mühe machen, sich mit der Darstellung zu beschäftigen. Das Interessante an dieser abstrakten und überraschenden Form ist aber gerade, dass sie zum Nachdenken anregt, sich Gesprächsstoff ergibt und dann aha-Effekte auslöst. Die Wort-Bild-Marke hat hohes Potenzial, auf sich – und damit auf Weilheim – aufmerksam zu machen und damit ein Zeichen zu setzen.“ Wie soll die neue Weilheimer Stadtmarke transportiert werden? Stefan Frenzl: „Wie gesagt, ist die Wort-Bild-Marke zunächst einmal ein Anker, um die Stadtwerbung zu transportieren. Sie sollte als Wiedererkennungselement bei sämtlichen Werbeaktivitäten der Stadt Weilheim auftauchen. Beispielsweise im Rahmen der Veranstaltungswerbung für Plakate, auf städtischen Veröffentlichungen wie Broschüren und Flyer, deutlich sichtbar an den Stadteingangsportalen und auf der städtischen Homepage. Gezielte PR-Maßnahmen zur Markeneinführung befinden sich ebenfalls in der Vorbereitung. Weilheims Stadtmarke sollte aber auch möglichst stark von den ortsansässigen Vereinen, stadtnahen Einrichtungen, Verbänden und den privaten Unternehmen in Weilheim verwendet werden. Alle, auch die Weilheimer BürgerInnen, können aktiv dabei mithelfen, die neue Weilheimer Werbebotschaft zu verbreiten und damit gemeinsam einen Imagegewinn für Weilheim zu erzielen.“ Wie hoch sind die Kosten, die bislang für das Imageprojekt aufgelaufen sind? Stefan Frenzl: „Lediglich 6000 Euro für die anfängliche Prozessbegleitung durch ein externes Fachbüro und die grafische Erstellung der Wort-Bild-Marke ‘Weilheim zieht an’.“ Worin sehen Sie den echten Mehrwert für Weilheim? Stefan Frenzl: „Im interkommunalen Wettbewerb um Besucher, Bewohner, Investoren und Tagestouristen macht Weilheim mit der neuen Stadtmarke stärker auf sich aufmerksam. Weilheim gibt sich nach außen besser zu erkennen. Der echte Mehrwert der neuen Weilheimer Stadtmarke sind mittel- bis langfristig immer wiederkehrende Besucher sowie Bürger und Gewerbetreibende, die Positives über Weilheim berichten.“

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