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Persönliche Anmeldung Geflüchteter im Ankunftszentrum München erforderlich

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Helfende Hand blauer Himmel
Wer gerne helfen möchte, kann dies über verschiedene Organisationen tun. © Symbolbild: Bildagentur PantherMedia / Pakhnyushchyy

Landkreis - Alle Geflüchteten aus der Ukraine, die im Landkreis Weilheim-Schongau ankommen, werden dringend gebeten, sich direkt im Ankunftszentrum München anzumelden.

Dort werden sie registriert, was von entscheidender Bedeutung ist für ihren künftigen Status, Unterkunft, Krankenversicherung und Geldleistungen. Für eine Anmeldung ist das persönliche Erscheinen unbedingt notwendig.

Wie am Dienstag bekannt wurde, sind bereits erste Geflüchtete im Landkreis Weilheim-Schongau eingetroffen, die bei Verwandten oder Freunden untergebracht sind. Sie dürfen selbstverständlich wunschgemäß in diesen privaten Unterkünften verbleiben – müssen sich jedoch ebenso unbedingt im Ankunftszentrum in München melden. Denjenigen Ukrainer*innen, die noch keine Bleibe haben, wird bei der zentralen Anmeldung in München eine Unterkunft zugewiesen.

Adresse: Ankunftszentrum München, Maria-Probst-Straße 14, 80939 München (Bushaltestelle: Margot-Kalinke-Str./ U6: U-Bahnstation Kieferngarten). Das Ankunftszentrum ist rund um die Uhr geöffnet.

Ein entsprechender Hinweis wird auf der Website des Landratsamts in deutscher und ukrainischer Sprache (auch in kyrillischer Schrift) veröffentlicht.

Zugleich bittet das Landratsamt Weilheim-Schongau die Bevölkerung, nach Möglichkeit auf weitere Sachspenden für die Ukraine zu verzichten, da Vermittlung, Verpackung und Transport die Hilfsorganisationen und private Sammelstellen inzwischen logistisch überfordern. Da bereits an manchen Stellen gut gemeint gespendete Kleidung, Lebensmittel und Haushaltsgegenstände liegenbleiben und Probleme bereiten, wird stattdessen empfohlen, Hilfsorganisationen durch ausdrücklich gewünschte Artikel (zum Beispiel Medikamente, Hygieneartikel) oder Geldspenden zu unterstützen: Diese können mit diesem Geld dringend benötigte Hilfsgüter, Treibstoff und Mautgebühren bezahlen, um der Bevölkerung in der Ukraine gezielt zu helfen.

Dabei kann über Organisationen wie Rotes Kreuz, Caritas, Johanniter, Malteser, AWO oder Humedica und weiteren gespendet werden. Einige große Hilfsorganisationen haben sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen, um die Hilfe zu koordinieren:

Aktion Deutschland Hilft

Spenden-Stichwort: Nothilfe Ukraine

IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX

Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher). Es kann auch online gespendet werden.

Nach dem dringenden Appell von Landrätin Andrea Jochner-Weiß am Montag haben sich bereits zahlreiche Landkreisbürger*innen gemeldet, die die Unterbringung Geflüchteter mit ihren privaten Unterkünften unterstützen wollen. Großzügige Angebote, für die sich Jochner-Weiß ausdrücklich am Dienstag bedankte. Darunter sind verschiedenste Bleiben wie Einzelzimmer, Wohnungen oder Einliegerwohnungen. Auch der Landkreis akquiriert derzeit unter Hochdruck Unterkunftsmöglichkeiten in den eigenen Liegenschaften und bereitet diese mit Mobiliar, Koch- und Waschmöglichkeiten zum sofortigen Bezug auf.

Da jedoch bei der aktuellen Entwicklung im Kriegsgebiet mit starken Fluchtbewegungen gerechnet werden muss, werden Bürger, die weiteren freien Wohnraum haben und bereit sind, Geflüchtete aufzunehmen, gebeten, umgehend mit Ihrer Heimatgemeinde Kontakt aufzunehmen. Derzeit ist davon auszugehen, dass jede Unterkunft benötigt wird.

Nähere Infos finden sich auf den jeweiligen Websites der Städte und Gemeinden.

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Von Kreisbote

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