Dem Traum ein Stück näher

Anna Matheis aus Untersöchering veröffentlichte ihr erstes Buch: "Die magische Feder"

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Anna Matheis.

Obersöchering – Schreiben, schreiben, schreiben und das am liebsten den ganzen Tag – was so manchen Schüler eher abschrecken würde, wäre für Anna Matheis ein echter Traum. Die 24-Jährige aus Untersöchering hat nämlich ein Ziel: Autorin werden.

Diesem Wunsch ist sie bereits ein Stück näher gekommen, als Anfang des Jahres ihr erstes Buch „Die magische Feder“ veröffentlicht wurde. Woher sie ihre Inspiration dafür nahm, wie sie ihre Leidenschaft für Bücher entdeckte und ob sie schon weitere Pläne für die Zukunft schmiedet, hat die Erzieherin im Interview mit Kreisboten-Volontärin Maria Lindner verraten.

Wann haben Sie Ihre Leidenschaft für Bücher entdeckt?

Matheis: „Für Bücher habe ich mich eigentlich schon immer total interessiert. Meine Oma hat mir früher viel vorgelesen und selber habe ich auch schon immer gerne gelesen. Manchmal habe ich auch die Handlung in Büchern einfach selbstständig weiter geschrieben.“

Wann haben Sie dann angefangen, eigene Texte zu schreiben?

Matheis: „Ich habe schon immer gerne geschrieben. Seit der zweiten Klasse habe ich mit ausführlicheren Tagebuchberichten angefangen. Als ich in der fünften Klasse war, verbrachte ich mit meinen Großeltern einen Urlaub in Italien und da ist mir mein Lesestoff ausgegangen. Dann habe ich angefangen selber Geschichten zu erfinden und bin ein paar Tage nur unter der Liege gelegen und habe geschrieben. Seitdem ist Autorin zu werden mein großer Traum.“

Dem sind Sie ja schon ein Stückchen näher gekommen, indem Sie das Buch „Die magische Feder“ veröffentlichten. Wie lange haben Sie dafür gebraucht?

Matheis: „Am 31. Januar wurde das Buch veröffentlicht, also habe ich gut drei Monate daran geschrieben. Aber viele Situationen, die im Buch vorkommen, habe ich schon einmal in einer anderen Geschichte beschrieben. Das ist quasi die komplette Neufassung aus allen Geschichten und Texten, die ich bis jetzt geschrieben habe.“

Woher nahmen Sie die ganze Inspiration für das Buch?

Matheis: „Bei mir kommt das alles während dem Schreiben, ich mache mir vorher nicht so viele Gedanken. Das Ende des Buchs kannte ich selber auch erst 20 Seiten vorher. Ich habe oft einfach einen Satz oder ein Bild im Kopf und dann fange ich an. Für den Anfang der Geschichte habe ich mein Dorf Untersöchering als Vorlage und Inspiration genommen.“

Können Sie unseren Lesern etwas vom Inhalt des Buches verraten?

Matheis: „Es geht um Helena, die sich nach ihrem Schulabschluss nicht entscheiden kann, wohin es für sie gehen soll. In letzter Minute entscheidet sie sich für eine Ausbildung zur Hotelfachfrau in Garmisch. Diese beginnt jedoch erst in einem Jahr. Zur Überbrückung der Zeit macht Helena ein Praktikum bei ihrem Onkel, der mit seiner Frau nach Italien ausgewandert ist und dort ein Hotel in der ‚Vampirischen Region‘ betreibt. An das Anwesen grenzt ein ziemlich gefährlicher Wald, in dem Helena auf Waldbewohner trifft, die dringend ihre Hilfe benötigen. Dafür muss sie den Wald betreten, den noch kein Mensch lebend verlassen hat...“

Haben sie das Buch jemandem gewidmet?

Matheis: „Ich habe das Buch unter anderem meinem Opa Lorenz gewidmet, der 2009 verstarb. Die zweite Hauptfigur habe ich dann Lorenzo genannt. Auch ein paar andere Menschen in meinem Leben, wie mein Freund, eine Freundin und zwei Brüder, tauchen in dem Buch unter anderem Namen auf. Mein jüngerer Bruder war dann ein bisschen beleidigt, dass er nicht vorkam, aber ich konnte ja nicht jeden mitnehmen.“ (lacht)

Also gibt es durchaus Parallelen zwischen ihrem Privatleben und dem Buch?

Matheis: „Es ist gemischt. Ich habe auch ein paar Situationen in meinem Leben im Buch mit eingebaut.“

Welche Zielgruppe wollen Sie mit diesem Buch ansprechen?

Matheis: „Jugendliche ab zwölf Jahren und Erwachsene, die Fantasy gerne mögen.“

Schreiben Sie hauptsächlich im Bereich Fantasy ?

Matheis: „Ich bin eigentlich ganz offen was Bücher betrifft. Ich habe auch schon mal selber versucht, einen Krimi zu schreiben, aber mir fehlt letztendlich immer die Hexe, die dann noch irgendwo raus springt. Fantasy geht mir einfach ein bisschen leichter von der Hand.“

Welcher Verlag hat Ihr Buch veröffentlicht?

Matheis: „Ich habe mich für den Verlag ‚Twenty Six‘ entschieden, weil er eine Mischung aus Selbstverlag und Verlag ist. Dadurch habe ich viel Mitspracherecht. Mein Buch wurde auch auf der Buchmesse Leipzig ausgestellt.“

Wo kann das Buch erworben werden ?

Matheis: „Das Buch ist in über 1 000 Online-Shops gelistet und in 6 000 Buchhandlungen bestellbar.“

Was sagen Ihre Familie und Freunde dazu, dass sie jetzt Ihr erstes eigenes Buch herausgebracht haben?

Matheis: „Die finden das alles super und unterstützen mich sehr.“

Wie war das Gefühl, als Sie Ihr Buch zum ersten Mal in den Händen hielten?

Matheis: „Echt irre. Das war seit über zehn Jahren mein großer Traum. In einer Buchhandlung in Penzberg habe ich bereits ein paar Exemplare signiert. Als mir bewusst wurde, dass die Ersten mein Buch lesen, hatte ich ganz kurz das Gefühl, dass jemand mein Tagebuch liest. Natürlich ist die Geschichte von Helena erfunden, aber trotzdem sind es die persönlichen Gedanken. Aber ich freue mich echt immer, wenn mir jemand eine Rückmeldung gibt.“

Haben Sie einen Wunsch für die Zukunft ?

Matheis: „Mein größter Traum ist es, Autorin zu werden und den ganzen Tag zu schreiben. Ich arbeite aber auch wahnsinnig gerne mit Kindern, deswegen arbeite ich auch in einer Krippe im Landkreis.

Das Tolle am Schreiben ist aber, dass man es überall machen kann und es ist ein guter Ausgleich zum Alltag. Ich habe auch schon den zweiten Teil zu „Die magische Feder“ im Kopf. Das soll aber komplett in der Region spielen. Am Walchensee soll es ein Internat geben, wo eine besondere Blume wachsen wird...“

Viel Glück für Ihre Zukunft und danke für das Gespräch!

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