"Aprilwetter" im Autogeschäft – Teilnehmer der 35. Weilheimer Auto- und Motorradausstellung bilanzieren ein Besucherminus

Am Ende fehlten den Veranstaltern ganze drei Sonnenstunden für die Vorjahreszahlen: 2009 schloss die Weilheimer Auto- und Motorradausstellung mit 10770 Besuchern, 2010 kamen 9380. „Unterm Strich sind wir trotzdem zufrieden“, bilanzierte Veranstaltungsleiter Fritz Bentenrieder.

Auf zwei Dinge können sich die Aussteller und Besucher der inzwischen traditionellen Auto- und Motorradschau verlassen: Auf das wankelmütige Wetter und das breite Spektrum an Information. Heuer war das Angebot an verschiedenen Marken sogar besonders groß. Auf dem Freigelände stellten insgesamt 21 Händler über 30 Fabrikate aus. Bei den Motorrädern waren acht Händler mit zirka 20 Marken vertreten. Ergänzt wurde die Ausstellermischung durch THW, ADAC, Versicherungen, Sachverständige, Lackierbetriebe und Gastronomen. Neben den lackblitzenden Neuheiten der Autokonzerne gab es auch Ausgefallenes zu sehen, zum Beispiel den kleinsten Wohnwagen, der eigentlich für Nachkriegsmodelle wie die legendäre Isetta konzipiert wurde. Bürgermeister Markus Loth philosophierte in seiner Begrüßung über die Menschen zur Zeit der Stadtgründung und ihr wahrscheinliches Staunen über die Vehikel von heute. Zum derzeit dringlichsten Verkehrsproblem, der Umfahrung, teilte er mit, dass er den beim Festakt anwesenden Regierungspräsidenten von Oberbayern um Intervention gebeten habe. ADAC-Schatzmeister Manfred Resch sprach vom Beginn einer Zeitenwende bei den Antrieben. Weg von Fossil hin zum Elektromobil, das sei die Richtung. Dem Aprilwetter zum Trotz wurde viel geschaut, gefragt und schon einmal Platz genommen im Wunschfahrzeug. Das Resümee der Händler fiel unter dem Strich hoffnungsvoll aus. Bei Kia zählte Bernhard Günl zwar weniger, dafür mehr ernsthafte Besucher. „Die Nachfrage ging weg von den günstigen Ersatzmodellen der Abwrackprämie hin zum Innovativen“, sagte er. Auch Renault schätzte weniger Besucher. Hier richtete sich die Nachfrage auffällig auf den neuen Dacia SUV. Ähnlich das Schlussurteil bei Fiat. Die Besucher hätten sich zumeist sehr preisbewusst gezeigt. Ganz anders verhielt es sich am Stand von Mobil ohne Fossil. Hier sei das Interesse für Elektrofahrräder „geradezu genial“ gewesen, schwärmte der Firmenvertreter.

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