Gute Berufschancen für "Corona-Jahrgang"

Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Weilheim steigt im Mai um 0,3 Prozentpunkte

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Für Auszubildende gibt es trotz Corona noch gute Möglichkeiten, eine Stelle zu finden.

Region – „Bislang greifen die weitreichenden Maßnahmen für Betriebe und Beschäftigte ebenso wirkungsvoll wie die zügige Umorganisation innerhalb der Agentur für Arbeit, um den Auswirkungen der Krise entgegenzuwirken.“

Oliver Wackenhut, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Weilheim, zeigt sich optimistisch. „Momentan gehen wir davon aus, dass sich die Kurzarbeit auch weiterhin stärker ausprägen wird als die Arbeitslosigkeit. Das ist ein großes Signal unserer Arbeitgeber, zeigt es doch die Bereitschaft der meisten Unternehmer, ihre Arbeitskräfte zu halten“, so Wackenhut weiter.

Jedoch hat sich im Mai die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Weilheim um 0,3 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent erhöht. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahresmonat einem Anstieg von 1,2 Prozentpunkten. Besonders betroffen ist der Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit einer Quote von 4,7 Prozent. Ebenfalls zum Agenturbezirk zählen, neben Weilheim-Schongau, die Landkreise Landsberg, Starnberg und Fürstenfeldbruck.

Hoffnungsvoll stimmt den Geschäftsführer auch, dass kein Einbruch der Ausbildungsbereitschaft zu erkennen ist. So meldet Wackenhut im Monatsbericht für den Mai: „Erfreulicherweise wird es wohl keinen in besonderem Maße benachteiligten Corona-Jahrgang in der Ausbildung geben. Unsere Unternehmen wissen, dass trotz der Unsicherheiten die Ausbildung der Nachwuchskräfte weiterlaufen muss. Die Ausbildung von Fachkräften sichert die Zukunftsfähigkeit eines Betriebes.“ Nach wie vor kommen 1,18 Ausbildungsstellen auf einen Bewerber. Wackenhut sieht weiterhin große Herausforderungen für die Agentur in den kommenden Monaten und erklärt im Ausblick: „Neben den eingeleiteten existenzsichernden Maßnahmen zum Erhalt von Betrieben und Arbeitsplätzen sind wir bestrebt, auch die angestiegene Arbeitslosigkeit zügig wieder zu verringern und damit ihrer Verfestigung entgegenzuwirken.“

Im Bezirk Weilheim-Schongau erhöhte sich die Arbeitslosigkeit auf 2 290 Personen (Arbeitslosenquote 3,0 Prozent). Das waren 769 arbeitslose Personen mehr als vor einem Jahr. 1 353 Männer und 937 Frauen waren dabei ohne Beschäftigung. Der Arbeitgeberservice zählte 160 neue Stelle, die zu einem Bestand von 1 214 freien Stellen führten. In der Hauptagentur Weilheim waren 1 540 Personen arbeitslos (3,2 Prozent) und in der Agentur Schongau 750 Menschen (2,8 Prozent).

Von Kreisbote

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