Asiatischer Laubholzbockkäfer in Murnau

Weitere Fällungen

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Der Asiatische Laubholzbockkäfer.

Murnau – Im Zuge der Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) führt die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) seit Dienstag weitere Fällungen in der Murnauer Quarantänezone durch. Die Maßnahmen nördlich des Alten Volksfestplatzes werden voraussichtlich zwei Wochen dauern.

Die LfL begründet das Vorgehen mit dem Fund weiterer Befallsbäume während der Fällungen von Ende März bis Anfang April, durch die sich sowohl Befalls- als auch Quarantänezone in Richtung Norden erweitern. Alle Maßnahmen sind eng mit den Gemeinden Murnau, Seehausen und dem AELF Weilheim abgestimmt. Betroffen sind vor allem kommunale Grundstücke, ein kirchliches Grundstück und private Flächen (unter drei Prozent).

Etwa 80 Prozent der zu entnehmenden Pflanzen bilden Gehölze mit einem Durchmesser von zwei oder weniger Zentimetern. Bei den zu entfernenden Gehölzen liegt der Schwerpunkt mit knapp über 80 Prozent bei Ahorn, gefolgt von Esche mit knapp sieben Prozent; die restlichen acht Gattungen liegen im geringen Prozentbereich.

Die gefällten Gehölze werden visuell und von Spürhunden kontrolliert, um mögliche Befallsmerkmale zu erfassen. Nach dem Häckseln wird das Schnittgut innerhalb eines Tages zur Verbrennung transportiert und dort entsorgt, um eine weitere Verbreitung des Asiatischen Laubholzbockkäfers zu verhindern. Bei eigenem herbstlichen Laubholzschnitt sollte unbedingt der amtlich vorgeschriebene Entsorgungsweg über den Grüngutsammelplatz „ehemalige Deponie Weindorf“ in der Froschhauser Straße eingehalten werden.

Die LfL führt darüber hinaus weiter Schnittgutkontrollen im Befallsgebiet durch. Gegen Ende Oktober werden die im Befallsgebiet hängenden Lockstofffallen abgenommen. Bisher gab es in dieser Saison keinen Käferfund in den Fallen. Die LfL wird das Bodenmonitoring in der gesamten Quarantänezone fortsetzen. Für den Winter ist die Kontrolle durch Baumkletterer um die Befallszone geplant. Das AELF Weilheim führt vergleichbare Maßnahmen auf den betroffenen Waldflächen durch.

Mehr Infos: ALB-Hotline der LfL unter Tel. 08161/71-5730, E-Mail: ALB@LfL.bayern.de.

Von Kreisbote

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