Asiatischer Laubholzbockkäfer: Fällungen in Murnau beendet

Keine weiteren ALB-Funde

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Der Asiatische Laubholzbockkäfer.

Murnau – Nachdem keine weiteren Funde des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) mehr aufgetreten sind, hat die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) die Fällungen nördlich des Alten Volksfestplatzes abgeschlossen.

Grund für die Erweiterung der Murnauer Befalls- und Quarantänezone in Richtung Norden und damit für die erneuten Fällungen waren zwei Bäume mit lebenden Stadien des Insekts. Sie standen am Rand der alten Befallszone und wurden bereits im Frühjahr entnommen (wir berichteten). Von den Fällmaßnahmen im Oktober waren vor allem kommunale Grundstücke, ein kirchliches Grundstück sowie etwa zu einem Drittel private Flächen betroffen. Bei guter Witterung und dank guter Zusammenarbeit mit dem Markt Murnau, der Gemeinde Seehausen, der ausführenden Firma und den beteiligten Grundstückseigentümern waren die Maßnahmen zwei Tage früher abgeschlossen.

Bei den entfernten Gehölzen lag der Schwerpunkt laut LfL mit knapp über 80 Prozent bei Ahorn, gefolgt von Esche mit knapp sieben Prozent. Birke, Buche, Hainbuche, Hasel, Linde, Ulme, Weide und Vogelbeere lagen im geringen Prozentbereich. Etwa 80 Prozent der entnommenen Gehölze hatten einen Durchmesser von zwei oder weniger Zentimetern. Für die Schnittgutkontrolle waren täglich etwa sieben Hundeführer mit ihren Spürhunden im Einsatz, insgesamt waren an der Aktion 16 Spürhunde beteiligt.

Die Ende Oktober in Murnau abgenommenen Pheromonfallen waren in der gesamten Saison ohne ALB-Käferfund. Auch in den vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weilheim in den Wäldern aufgehängten Pheromonfallen wurde kein ALB-Käfer gefunden. Die Fallen werden gereinigt und für einen Einsatz im nächsten Jahr vorbereitet. Im Winter ist eine Kontrolle durch Baumkletterer rund um die Murnauer Befallszone und in den angrenzenden Wälder geplant.

Von Kreisbote

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