Aktive in Flüchtlingsarbeit informierten sich

Asyl-Fachtag

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Weilheims Integrationsbeauftragter Alfred Honisch begrüßte die Besucher des Fachtags.

Weilheim – Auf regen Zuspruch stieß der Fachtag zum Thema Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete unter dem Titel „Potentiale, Perspektiven und Hürden – Wege für Geflüchtete in qualifizierte Beschäftigung“. Im vollbesetzten Saal des evangelischen Gemeindehauses gab es wertvolle Informationen rund um dieses Thema.

Begrüßt wurden die Gäste – in der Hauptsache Aktive in der Flüchtlingsarbeit – von Martin Herzog als Vertreter des örtlichen Veranstalters Asyl im Oberland. Zusammen mit dem Bayerischen Flüchtlingsrat wurde die Veranstaltung geplant, für dieses Gremium begrüßte Netzwerkkoordinatorin Dr. Viola Hörbst die Besucher. „Die Potentiale aus den Reihen der Geflüchteten braucht Bayern“, betonte sie in ihrer kurzen Ansprache, in der sie Rückschau auf die Veränderungen der Rahmenbedingen in den letzten Jahren hielt.

Für die Stadt Weilheim war Integrationsbeauftragter Alfred Honisch gekommen, der unter anderem auf die Problematik der Spracherlernung einging: „Mitte des letzten Jahres erreichten nur knapp 50 Prozent der Teilnehmer das für eine Arbeitsaufnahme erforderliche Niveau B1.“ Noch schlechter sei es bei dem aufbauenden B2-Niveau, dessen Kurs stark verschriftlicht sei und eine Durchfallquote bis zu 75 Prozent aufweise.

Rechtlich auf den neuesten Stand brachte die Besucher des Fachtags der Vortrag von Anna Frölich, Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Migrationsrecht aus München. Unter dem Titel „Zugang zu Arbeit und Ausbildung aus rechtlicher Perspektive“ erläuterte sie die aktuelle Rechtslage. Bereits hier zeigte sich, wie interessiert die Zuhörerschaft war, denn schon während des Input-Vortrags gab es zahlreiche Zwischenfragen. Hier erwies es sich auch als hilfreich, dass der Sachgebietsleiter Asyl am Landratsamt, Helmut Hartl, allgemeine Erläuterungen geben konnte.

In der abschließenden Podiumsdiskussion, die Dr. Stephan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat moderierte und bei der Unternehmerin Petra Nordling, Rechtsanwältin Frölich und Dr. Constantin Hruschka vom Max Planck-Institut auf dem Podium Platz nahmen, kamen noch viele weitere Aspekte zur Sprache. Hier ging es auch um so genannte Ermessensaspekte, um die Verlängerung oder erneute Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis und die Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis zur Aufnahme einer qualifizierten Berufsausbildung.

Von Bianca R. Heigl

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