Ateliertage lockten die Besucher am Wochenende in zahlreiche Ausstellungen im Landkreis

Kunst zum Erleben

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Berndt Schweizer erklärte den Besuchern, wie seine Kunstwerke entstehen und gab Einblicke in seinen Alltag.

Landkreis – Kunst ganz nah erleben konnten die Besucher der Ateliertage am vergangenen Wochenende. Mitglieder des Kunstforums Weilheim luden im ganzen Landkreis in ihre Ateliers ein.

Bereits ein Blick in den kleinen Katalog, der zur Veranstaltung extra produziert wurde, verriet: Das Spektrum der zeitgenössischen Kunst in der Region ist unglaublich breit und die Schaffensorte verbergen sich zum Großteil mitten in Wohngebieten. Gut, dass als Erkennungszeichen der Teilnehmer der Ateliertage knallgelbe Regenschirme gewählt wurden, die vor jedem relevanten Haus gut sichtbar montiert wurden. So konnten auch die unscheinbarsten Türen entdeckt werden.

Auch in Peißenberg wiesen die Schirme den Weg zu fünf lokalen Kunstschaffenden. In der Bergwerkstraße waren an einer Stelle die Werke von drei von ihnen zu finden: Berndt Schweizer und Irene M. Orecher lassen in ihrer Mosaik- und Metallwerkstätte mit angegliederter Galerie faszinierende Gebilde und Gemälde entstehen. Seit einiger Zeit hat sich dem Künstlerehepaar auch Ramiz Aghayev aus Aserbaidschan angeschlossen, der sich ebenfalls mit Metall und Malerei beschäftigt.

Am Sonntagnachmittag herrschte vor den alten Gebäuden und im zugehörigen Kunstgarten ein reges Kommen und Gehen. Mit viel Enthusiasmus führte Schweitzer seine Gäste durch die Räume. Gleich am Eingang konnten die Besucher einen Einblick in das Metallhandwerk bekommen.

Im Kontrast zu den schweren, dunklen und lauten Maschinen gleich daneben in einem kleinen Raum das Reich von Orecher. Mosaiksteine in zahlreichen strahlenden Farben und unzählige kleine Schächtelchen, in denen Orecher ihre Materialien aufbewahrt wirkten wie eine ganz andere, idyllische und ruhige Welt.

In der Galerie im ersten Stock doch wurde dann klar, wie die Kunst der drei Künstler harmoniert. Metall-, Glas- sowie Mosaikarbeiten wurden hier im Einklang mit großen Gemälden präsentiert und zogen an diesem Wochenende auch Kunstnovizen in ihren Bann.

Geduldig beantwortete Schweizer bei Führungen die Fragen aller Besucher und verdeutlichte anhand des Kopfes einer lebensgroßen Halbplastik, die er gerade von einem verstorbenen Weilheimer Geschäftsmann anfertigt, wie der Künstleralltag abläuft. „Das ist mein Hobby, zum Geld verdienen habe ich andere Aufträge“, sagte der 72-Jährige mit einem Augenzwinkern.

Von Ursula Gallmetzer

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