Ausbau der WM 29 zwischen Paterzell und Peißenberg wird in Angriff genommen

Buckelpiste soll verschwinden

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Sichtlich in die Jahre gekommen ist die Kreisstraße WM 29 zwischen Paterzell (Foto) und Peißenberg, die nun erneuert werden soll.

Paterzell/Landkreis – Dass die Kreisstraße WM 29 in der Ortsdurchfahrt Paterzell und in Richtung Süden bis zur Bahnüberführung in Peißenberg dringend saniert werden muss, steht außer Frage. Risse, ein aufgeplatzter Belag und grobe Unebenheiten geben den miserablen Zustand der Straße wieder. Die Instandsetzung einer 2,7 Kilometer langen Teilstrecke soll noch heuer in Angriff genommen werden. Kostenträger für den mit 1,76 Mio. Euro veranschlagten Ausbau ist der Landkreis.

Der erste Bauabschnitt umfasst den Ausbau der Ortsdurchfahrt Paterzell bis zur Gemeindegrenze Wessobrunn. Messungen haben ergeben, dass diese Strecke täglich von 1 186 Fahrzeugen inclusive 53 schwerer Nutzfahrzeuge befahren wird. Die Planungen wurden in der jüngsten Kreis- ausschusssitzung vorberaten und abgesegnet. Der Grundsatz- und Baubeschluss sowie die Mittelvergabe stehen in der Kreistagssitzung am 31. März zur Entscheidung an.

Auf einer Länge von 1,2 Kilometern sind in der Paterzeller Ortsdurchfahrt Fahrbahn und Entwässerungsrinnen instand zu setzen (Kosten: 1,26 Mio. Euro). Südlich von Paterzell wird auf Höhe des Segelflugplatzes ein 1,6 Kilometer langer Straßenabschnitt neu hergestellt (350 000 Euro), wobei die derzeitigen Fahrbahnbreiten von mindestens 5,5 Metern im Wesentlichen unverändert bleiben.

Laut Peter Reichert vom Staatlichen Bauamt in Weilheim kann voraussichtlich im Mai mit den Arbeiten begonnen werden. Bis zum Frühjahr nächsten Jahres soll dieser Bauabschnitt dann fertiggestellt sein. Die Zuschüsse sind bereits beantragt; der Landkreis rechnet mit staatlichen Fördermitteln in Höhe von circa 600 000 Euro.

Die Gestaltung der Gehwe- ge in Paterzell ist Aufgabe der Gemeinde Wessobrunn. Wie Bürgermeister Helmut Dinter auf Nachfrage erklärte, werden die Gehwege nicht im Zuge des Straßenausbaues, sondern nachträglich – eventuell von Mitarbeitern des eigenen Bauhofs – errichtet. „Die vom Planungsbüro genannte Kostenschätzung war der Gemeinde zu hoch“, führte Dinter zur Begründung an.

Von der Peißenberger Bahnunterführung bis zur Gemeindegrenze zwischen Peißenberg und Wessobrunn sind es 2,8 Kilometer. Um den weiteren Ausbau realisieren zu können, müssen von Landwirten noch Flächen erworben und Entschädigungszahlungen vereinbart werden. Die Verhandlungen gestalten sich schwierig. „Es gibt eine Reihe von Problemen“, führte Kreiskämmerer Norbert Merk gegenüber dem Kreisboten aus. Dieser zweite Bauabschnitt soll, sofern entsprechende Finanzmittel bereitstehen, 2018 bis 2020 folgen.

Dritter und letzter Ausbauabschnitt ist das Teilstück Richtung Norden vom Ortsende Paterzell durch den Eibenwald bis zur Einmündung der WM 29 in die WM 8 (Richtung Forster Berg). Aus naturschutzrechtlichen Gründen ist in diesem sensiblen Bereich nur eine Verstärkung der Straßendecke möglich. „Die Fahrbahnbreite darf nicht verändert werden“, betonte Merk.

von Maria Hofstetter

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